Pirker: Europaparlament übt scharfe Kritik an Nordkorea

Gemeinsame Sitzung EP/Nordkorea unter Leitung von MEP Pirker

Brüssel, 10. Oktober 2006 (ÖVP-PD) Einen Tag nach dem Atombombentest Nordkoreas findet heute, Dienstag, eine Sitzung des Außenpolitischen Ausschusses und der Interparlamentarischen Delegation zwischen dem Europaparlament und Nordkorea statt. ÖVP-Europaparlamentarier Dr. Hubert Pirker, Vorsitzender der Delegation, verurteilte zu Beginn der Treffen in Brüssel die nordkoreanischen Atombombentests aufs Schärfste: "Dieser Test war eine bewusste Provokation der gesamten internationalen Gemeinschaft und ein völlig unverantwortlicher Akt. Nordkorea ist offenbar entschlossen, den Aufruf der internationalen Staatengemeinschaft zur Nichtverbreitung von Kernwaffen zu ignorieren. Nordkorea gefährdet so den Frieden und die Sicherheit in der Region und untergräbt auch seine eigene Sicherheit", so Pirker. ****

Der Vorsitzende der Korea-Delegation zeigte sich zufrieden mit den scharfen und deutlichen internationalen Reaktionen und erwartet sich auch eine weitere klare Vorgangsweise auf der Ebene des UN-Sicherheitsrates: "Es ist empörend, dass Nordkorea seine Bevölkerung einerseits hungern lässt, andererseits von der Weltgemeinschaft Hilfsgelder kassiert um letztendlich mit eigenem Geld derartige Atomambitionen zu finanzieren", kritisierte Pirker. "Im Namen des Europäischen Parlaments fordere ich die politische Führung der Demokratischen Volksrepublik Koreas dazu auf, zu den Verhandlungen über das Abkommen bezüglich der Nichtverbreitung von Atomwaffen zurückzukehren und die Sechs-Parteiengespräche wieder aufzunehmen. Die Welt braucht eine friedliche Lösung dieser Krise!", so Pirker. "Darüber hinaus erwartet das Europäische Parlament, dass der UN-Sicherheitsrat rasch und entschlossen handelt."

Der Kärntner ÖVP-Europaabgeordnete bezeichnete es als erschreckend, dass Nordkorea stolz auf diese Tests sei und sie als historisches Ereignis bezeichnet hatte. "Diese Strategie der offensiven Selbstisolation Nordkoreas ist eine gefährliche Sackgasse. Alle nun folgenden Maßnahmen der internationalen Staatengemeinschaft müssen aber darauf abzielen, die politischen Pläne von Kim Jong Il und nicht das verhungernde nordkoreanische Volk zu treffen", sagte Pirker abschließend.

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