Austrian Equity Day 2006: Der Börseplatz nach der Wahl

Top-Entscheidungsträger diskutieren über die zukünftige Kapitalmarktpolitik

Wien (OTS) - Der heuer zum 2. Mal durchgeführte Austrian Equity
Day des Aktienforums bringt wieder die führenden heimischen Repräsentanten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zusammen, um über die zukünftige Entwicklung des heimischen Kapitalmarktes zu diskutieren. Fast 300 Anmeldungen unterstreichen das große Interesse an der Frage, ob gut eine Woche nach der Nationalratswahl eine wirtschafts- und kapitalmarktpolitische Wende bevor steht.

"Allein die 800.000 Menschen mit Zukunftsvorsorgeprodukten und die über 440.000 Anwartschafts- und Leistungsberechtigten in betrieblichen Pensionskassen machen deutlich, dass von der Entwicklung der Kapitalmärkte hunderttausende Einzelschicksale abhängen", stellt Dr. Hellmut LONGIN, Präsident des Aktienforums, anlässlich des Austrian Equity Day 2006, der heuer zum 2. Mal stattfindet, fest. Diese Zahlen belegen, dass politische Entscheidungen, die sich gegen die Entfaltung des Kapitalmarktes richten, einen erheblichen Teil der österreichischen Bevölkerung treffen würden. "Im Interesse der hunderttausenden Anleger hoffen wir, dass uns nicht eine wirtschafts- und kapitalmarktpolitische Wende bevor steht. Die positive Entwicklung der Wiener Börse war auch das Resultat der Verbesserung der Rahmenbedingungen durch kluge politische Handlungen", ergänzt Longin.

"Auch die IV erwartet von der kommenden Bundesregierung, dass -aufbauend auf den erfolgreichen Maßnahmen der letzten Jahren - die Weiterentwicklung des heimischen Kapitalmarktes ein wesentliches politisches Ziel bleibt", führt Mag. Markus BEYRER, Generalsekretär der Industriellenvereinigung, aus. Die IV-Kapitalmarktstrategie "Starker Kapitalmarkt - Starker Standort" beinhaltet Forderungen und Vorschläge, die auf der politischen Umsetzungsliste stehen sollten, wie z.B. die Abschaffung der Gesellschaftssteuer und der Kreditvertragsgebühr, oder die Forderung nach einem neuen rechtlichen Rahmen für die Venture Capital und Private Equity Industrie. Ebenso ist es aus Sicht der IV wichtig, die Möglichkeiten für Mitarbeiterbeteiligungen zu verbessern und den derzeitigen Steuerfreibetrag deutlich anzuheben.
"Von den Wachstumschancen der heimischen Industrie werden der Wirtschaftsstandort und die Menschen in Österreich am stärksten profitieren, wenn wir den Kapitalmarkt noch mehr als bisher für breite Schichten zugänglich machen", hält Beyrer abschließend fest.

Der Satz des großen Österreichers Friedrich A. von Hayek, dass wir nur die Wahl "zwischen einem System, in dem der Wille einiger Personen darüber entscheidet, wer etwas bekommt und was er erhält, und einem solchen, in dem dies mindestens zum Teil von der Fähigkeit und dem Unternehmungsgeist der Betreffenden abhängt" haben, macht deutlich vor welchen grundsätzlichen Entscheidungen Österreich steht. "Ich denke nicht, dass wir derzeit tatsächlich vor einer derart drastischen Wahl unserer Lebensumstände stehen. Aber der Wirtschaftsstandort kann sich keine Politik leisten, durch die die Leistungsfähigen und -willigen demotiviert oder zum Auswandern animiert werden" so Longin abschließend.

Der Austrian Equity Day 2006 steht heuer unter dem Motto "Der österreichische Kapitalmarkt: Ein ökonomischer und politischer Diskurs". Die Veranstaltung wird von Global Equity Partners, Industriellenvereinigung, Investkredit Bank AG, Oesterreichischer Kontrollbank AG und Wiener Börse AG unterstützt. Etwa 300 Besucher haben sich für diesen Top-Event des heimischen Kapitalmarktes angemeldet. Die Impulsreferate werden von Univ.Prof. Dr. Nobert Walter, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, und Dr. Richard Schenz, Regierungsbeauftragter für den Kapitalmarkt, gehalten. An den beiden Panel-Diskussionen nehmen Kontrollbank-Vorstand Dr. Johannes Attems, IHS-Chef Univ.Prof. Dr. Bernhard Felderer, SPÖ-Wirtschaftssprecher Mag. Johannes Moser, Investkredit Bank Vorstandsmitglied Thorsten Paul, Böhler-Uddeholm CEO Dr. Claus Raidl, Börse-Vorstand Dr. Heinrich Schaller, ÖVP-Budgetsprecher Dr. Günter Stummvoll und Global Equity Partners CEO DDr. Michael Tojner teil.

Den ersten AED im Jahr 2005, der im Haus der Industrie stattgefunden hat, besuchten über 200 Teilnehmer um über das Thema "Der Kapitalmarkt: Motor für Wachstum, Innovation und Freiheit" zu diskutieren.

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