FPÖ-Kritik an irreführender Gentechnik-Kennzeichnungspflicht

Hofer: Wichtige Aufgabe für neuen Konsumentenschutzminister

Wien (OTS) - Die von der EU erlassene Kennzeichnungspflicht für Nahrungsmittel mit gentechnisch veränderten Inhaltsstoffen wird von der FPÖ als ungenügend und unsinnig bezeichnet.

FPÖ-Vizebundesparteiobmann Norbert Hofer: "Das ist eine tiefe Verbeugung vor der Futtermittelindustrie und der Massentierhaltungs-Lobby. Wie sonst wäre zu erklären, dass tierische Produkte wie Fleisch, Milch oder Eier von der Kennzeichnungspflicht ausdrücklich ausgenommen sind. Dies verunmöglicht die Wahlfreiheit des Konsumenten."

Diese Wahlfreiheit wird aber durch diese Verordnung auch bei Lebensmitteln nicht-tierischen Ursprungs erschwert. Rund 70 Prozent aller verarbeiteten Lebensmittel kommen auf einer oder mehr Stufen ihrer Herstellung mit Gentechnik in Berührung. Je höher der Verarbeitungsgrad eines Produktes, umso schwieriger der Nachweis genveränderter Inhaltsstoffe. Die gentechnischen Eingriffe sind analytisch nicht mehr nachweisbar, Informationen über die
Anwendung gentechnisch veränderter Organismen über die gesamte Verarbeitungskette sind daher aus Sicht der FPÖ unerlässlich.

Hofer: "Eine besondere Stilblüte lobbyorientierter Spitzfindigkeit sind Kennzeichnungsauflagen für Konservierungsstoffe. Zitronen- und Milchsäure etwa werden häufig mit veränderten Mikroorganismen hergestellt. Diese bilden den gewünschten Zusatzstoff und schütten ihn in die Nährbrühe aus. Da die Zusatzstoffe nun aber nicht aus Gen-Mikroorganismen, sondern mit ihnen
hergestellt wurden, sind sie nicht kennzeichnungspflichtig."

Hofer fordert eine neue österreichische Bundesregierung mit ihrem neuen Konsumentenschutzminister auf, gegen die aktuelle Fassung der Gentechnik-Kennzeichnungspflicht für Nahrungsmittel vorzugehen.

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