Wehsely: Frauenpreis 2006 an Brigitte Ederer und Ruth Wodak

Frauenstadträtin macht Frauen und ihre Leistungen sichtbar

Wien (OTS) - Bereits zum 5. Mal wurde Montag Abend im Wiener
Rathaus der Wiener Frauenpreis vergeben. Wiens Frauenstadträtin Sonja Wehsely verlieh den diesjährigen Preis an Siemens-Generaldirektorin Brigitte Ederer für besondere Leistungen im Bereich Wirtschaft und Management und an die renommierte Sprachwissenschafterin Ruth Wodak für besondere Leistungen im Bereich Forschung und Wissenschaft. Der Wiener Frauenpreis ist ein wichtiger Beitrag zum Arbeitsschwerpunkt "Frauen sichtbar machen", mit dem Wehsely besondere Leistungen von Frauen hervorhebt. "Mit dem Preis wollen wir Frauen ins Rampenlicht rücken, die großartige Leistungen erbringen", so Wehsely. Der Preis ist mit je 3.000 Euro dotiert. Neben dem Preisgeld erhalten die ausgezeichneten Frauen eine von der jungen Wiener Künstlerin Verena Kranebitter gestaltete Skulptur. ****

Die Preisträgerinnen wurden von einer Dreier-Jury - bestehend aus den Journalistinnen Mag.a Brigitte Handlos (ORF), Mag.a Eva Linsinger (profil) und Dr.in Tessa Prager (NEWS) - vorgeschlagen.

Die Preisträgerinnen 2006

Mag.a Brigitte Ederer ist seit 2005 Generaldirektorin von Siemens Österreich und damit die mächtigste Managerin des Landes. "Von der EU-Staatssekretärin bis zur Wiener Wirtschafts- und Finanzstadträtin bekleidete sie viele Funktionen - bis sie im Jahr 2000 zu Siemens geholt wurde und dort nur fünf Jahre brauchte, um zur Generaldirektorin aufzusteigen. In dieser Funktion dient sie anderen Frauen und Mädchen als 'role model' - eine wichtige Begleiterscheinung ihrer Karriere", heißt es in der Begründung der Jury.

Der Frauenpreis ist nicht die erste Würdigung für Univ.Prof.in Ruth Wodak. Sie wurde schon vor zehn Jahren mit dem Ludwig Wittgenstein-Preis ausgezeichnet. Seit Jahren forscht und publiziert Wodak zum öffentlichen Diskurs. "Besonderes Augenmerk hat die Sprachwissenschafterin immer auf Rassismus, Sexismus und Antisemitismus gelegt. Die Leitung eines von ihr selbst entwickelten Projekts in der Akademie der Wissenschaften blieb ihr versagt. Seit dem Jahr 2004 lehrt und forscht Wodak an der Universität Lancaster. Die Jury will die bedeutende Wissenschafterin und ihre wichtige Arbeit für alle sichtbar würdigen", so die Jurorinnen in ihrer Begründung.

Die bisherigen Frauenpreisträgerinnen

Die bisherigen Frauenpreisträgerinnen: 2002 ging der Preis an die Publizistin Elfriede Hammerl und die Anwältin Dr.in Andrea Wukovits. 2003 wurden die Gleichbehandlungsanwältin Dr.in Ingrid Nikolay-Leitner und Dr.in Johanna Rachinger, Direktorin der Nationalbibliothek, für ihre Leistungen ausgezeichnet. 2004 erhielten Dr.in Helene Klaar, Rechtsanwältin, und Emmy Werner, zum Zeitpunkt der Verleihung noch Direktorin des Wiener Volkstheaters, den Preis. Letztes Jahr wurden die Politikwissenschafterin Univ.Prof.in Sieglinde Rosenberger in der Kategorie Wissenschaft und die Direktorin des Gymnasiums Rahlgasse, Mag.a Heidi Schrodt, in der Kategorie Mädchenförderung ausgezeichnet.

Frauenstadträtin Wehsely betonte im Rahmen der Veranstaltung wie wichtig Frauenförderung und Frauenquoten immer noch seien: "Die Frauenbewegung hat in den vergangenen drei Jahrzehnten sehr viel erreicht. Wir haben heute die am besten ausgebildete Generation von jungen Frauen. In den Schulen und als Studierende hängen Mädchen ihre männlichen Kollegen ab. Aber weiter oben ist die Luft für Frauen immer noch sehr dünn. Das sieht man etwa an den Universitäten mit traurigen 7 Prozent weiblichen Professorinnen oder in der Wirtschaft mit 7,7 Prozent Frauen in den Aufsichtsräten. Es ist immer noch in weiten Teilen eine Männerwelt", so Wehsely. Die Frauenquote sei daher ein sehr gutes Instrument gegen die ursprüngliche 100-prozentige Männerquote. Fairer Wettbewerb unter dem Motto "Qualität setzt sich jedenfalls durch" könne erst stattfinden, "wenn die Rahmenbedingungen vergleichbar sind und eine Gleichheit der Chancen besteht", so Wehsely. (Schluss) lac

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