18. Konferenz über die Gewerkschaftliche Zusammenarbeit in Europa

Europäische ChristgewerkschafterInnen tagten vergangene Woche in Wien

Wien (FCG) - Vom 5.-8. Oktober 2006 fand die 18. Konferenz über
die Gewerkschaftliche Zusammenarbeit (KGZE) in Wien statt. Vier Tage lang tagten ChristgewerkschafterInnen aus ganz Europa zu wichtigen sozialpolitischen Themen. Ein zentrales Thema der Konferenz war die Gründung des Internationalen Gewerkschaftsbundes, die in einem Monat in Wien stattfinden wird. Für die ChristgewerkschafterInnen ist es ganz wichtig, dass es für sie weiterhin eine Plattform zum Austausch gibt. Sie wollen dem neuen Internationalen Gewerkschaftsbund eine Chance geben und sich mit voller Kraft dafür einsetzen.

Der Internationale Gewerkschaftsbund wird sich aus IBFG (sozialdemokratisch) und WVA (christlich-sozial) zusammensetzen. Die Auflösungs- und Zusammenführungskongresse werden Anfang November in Wien stattfinden. Alle Strukturen des WVA werden aufgelöst und somit gäbe es keine europäische Plattform zum Austausch von ChristgewerkschafterInnen mehr. Die Teilnehmer der KGZE sehen diese Konferenz als künftige Plattform. Nur so besteht die Möglichkeit dieses gemeinsame Gesellschaftsbild in den IGB einfließen zu lassen.

Ein weiterer Punkt der zur Diskussion war, war die Unabhängigkeit der Gewerkschaften von politischen Parteien. Nur wenn der Internationale Gewerkschaftsbund überparteilich ist, kann er gute Arbeit leisten. In erster Linie muss eine gute Politik für die ArbeitnehmerInnen gemacht werden.

"Hier in Österreich hat sich die Gewerkschaftsbewegung zu sehr mit einer politischen Partei identifiziert. Das wird von den ÖsterreicherInnen als negativ bewertet und muss im Reformprozess verändert werden, weil es endlich um eine gute Politik für die ArbeitnehmerInnen gehen muss", so ÖGB-Vizepräsident Karl Klein.

Auch wenn es hier nach wie vor deutliche Unterschiede in den Ländern gibt, sollen die Gewerkschaften keine Berührungsängste zu politischen Parteien haben, aber nicht von einer politischen Partei abhängig sein oder diese gar ersetzten. An erster Stelle muss die Vertretung von ArbeitnehmerInnen stehen. Die Gewerkschaften sollen mit allen politischen Parteien Kontakt halten und zusammenarbeiten, da nur so eine gute Arbeit für die ArbeitnehmerInnen sichergestellt werden kann.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Konferenz ein voller Erfolg gewesen ist und die Teilnehmer sind mit voller Kraft in eine neue, gemeinsame Richtung aufgebrochen um den IGB eine Chance zu geben.

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