BM Haubner: Pflege geht alle an - vor allem die Familie braucht Unterstützung

Wien 2006-10-10 (BMSG/OTS) - Sozialministerin Ursula Haubner
betont, dass auch der Österreichische Seniorenrat im Rahmen seiner gesellschaftlichen Verantwortung den Wunsch der älteren Menschen, solange wie möglich in seiner gewohnten Umgebung umsorgt werden zu können, berücksichtigen soll. "Es geht nicht um Einzelmaßnahmen, sondern um ein ganzes Paket von Bewährtem und Neuem, das aufeinander abgestimmt sein muss, damit die Pflegeinstitution Nr. 1, die Familie, auch weiterhin ihre Pflegeleistungen erbringen kann", ist die Sozialministerin überzeugt.

Als finanzielle Grundleistung ist das Pflegegeld jährlich anzupassen, hier kann sich Ursula Haubner, wie es auch der Seniorenrat vorschlägt, eine Orientierung an der Pensionsanpassung durchaus vorstellen, "weil damit die Werterhaltung gesichert ist".
Allerdings müsse es zusätzlich eine gezielte Unterstützung für die pflegenden Angehörigen geben, hier haben sich die begünstigte Pensionsversicherung und das Pilotprojekt Pflegescheck bereits bewährt. Ebenso müsse die Angehörigenberatung und der Erholungsurlaub für pflegende Angehörige - beides derzeit Pilotprojekte des BMSG in Zusammenarbeit mit NGO´s - einbezogen werden.

"Die intensive Beanspruchung des Pflegetelefons, der Pflegeanwaltschaft, des Pflegeombudsmannes Dr. Werner Vogt und der Plattform für pflegende Angehörige zeigt, dass wir in der Hilfestellung für die Pflege daheim auf dem richtigen Weg sind", verweist Ursula Haubner auf die bewährten und neuen Einrichtungen des Bundesministeriums für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz.Gerade im Dienstleistungsbereich sei auf die bedarfsgerechte Vielfalt zu achten, denn die Pflege daheim brauche neben der professionellen Pflegeleistung auch Betreuungsleistungen, die vor allem in der Alltagsbewältigung entlasten. "In einem neuen Berufsbild einer `Betreuungsassistenz´ sehe ich hier den größten Handlungsbedarf, allerdings muss dieser Beruf auch selbstständig ausgeübt werden können, sonst haben wir nach wie vor arbeitslose Pflegedienstleister/innen trotz immenser Nachfrage", so Ursula Haubner.

"Im Sinne gemeinsamer Verantwortung müssen wir für ein System sorgen, dass sich an der Würde und Selbstbestimmung der zu Pflegenden orientiert und dem Wunsch der 80% orientiert, die die solange wie möglich in den eigenen vier Wänden oder in kleinen Einheiten betreut und gepflegt werden wollen", so Haubner abschließend.

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