Neues Volksblatt: "Eine Priorität" (von Christian Buchar)

Ausgabe vom 10. Oktober 2006

Linz (OTS) - Betreuungsbedarf ist nicht gleich Pflegebedarf. Nicht jeder, der Hilfe im Alltag benötigt, braucht deshalb auch schon medizinische Unterstützung. Das ist nur eine der vielen, vielen Unschärfen, die vor der Nationalratswahl die "Pflegedebatte" geprägt haben.
Aber: Demografischer Wandel in Richtung einer älter werdenden Gesellschaft ist sehr wohl gleich einem steigenden Pflege- und Betreuungsbedarf - wenn auch nicht in jenem Ausmaß, das eine einfache Hoch- rechnung vom Status quo ergeben würde, da mit der Zunahme der Lebenser- wartung auch die Zeiten in Gesundheit verlängert wer- den. Dafür wird sich die Form des Hilfsbedarfs ändern, etwa durch eine weitere starke Zunahme bei Demenz. Für die Politik ist damit ein zentrales Betätigungsfeld für die kommende Legislatur- periode - um das SP-Chef Gusenbauer im Vergleich etwa zur populistischen Eurofighter-Debatte zuletzt erschreckend wenige Worte gemacht hat -vorgegeben. Dabei liegt im Pflege- und Betreuungsbereich nicht nur eine moralische Verpflich- tung, sondern auch ein gewaltiger Job-Motor. Mehr Geld wird dafür freilich auch erforderlich sein.

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