Serenade im Hohen Haus Konzert des Wiener Männergesang-Vereins im historischen Sitzungssaal

Wien (PK) - Zum ersten Mal trat heute der Wiener Männergesang-Verein im Historischen Sitzungssaal des Parlaments auf. Der Verein, der am 6. Oktober 1843 von Dr. August Schmidt, dem Herausgeber der "allgemeinen Wiener Musik-Zeitung" gegründet wurde, veranstaltete 1844 die erste "Sängerfahrt" in die Umgebung Wiens mit öffentlichen Konzerten und gab 1845 das erste Konzert am kaiserlichen Hof. 1868 ehrte der Kaiser den Verein mit einem Banner, entworfen von Theophil Hansen. Zahlreiche Konzertreisen durch Europa und nach Japan, Taipeh, Hongkong, Singapur sowie nach Australien und in die USA machten den Amateurchor über die Grenzen Österreichs bekannt und berühmt.

Nationalratspräsident Andreas Khol erinnerte daran, dass von einem ehemaligen Mitarbeiter des Parlaments die Initiative zu diesem heutigen Konzert ausgegangen sei. Er, Khol, habe diese wunderbare Idee aufgegriffen, und somit finde das erste Konzert des Männergesang-Vereins im Historischen Sitzungssaal des Parlaments statt. Die Akustik im Sitzungssaal sei "atemberaubend", und daher könne man sich auf einen schönen, harmonischen Nachmittag freuen.

Josef Laister, Geschäftsführender Vorstand des Vereins, meinte in seinen Dankesworten, das heutige Konzert sei für den Verein von besonderer Bedeutung und stelle einen Höhepunkt in der Geschichte des WMGV nach dem Zweiten Weltkrieg dar. Zu Ehren des Nationalratspräsidenten, der, wie Laister sagte, einer der bekanntesten Rosenzüchter ist, brachte der Chor Robert Schumanns "Die Rose stand im Tau" zu Gehör.

Vorgetragen wurden weiters Werke von Conradin Kreutzer, Giuseppe Verdi, Franz Schubert und Johann Strauß, der den "Donauwalzer" und den Walzer "Wein, Weib und Gesang" dem WMGV gewidmet hat.

Durch das Programm führte das Mitglied des WMGV Generalvikar i.R. Prälat Rudolf Schütz, der u.a. darauf hinwies, dass in diesem Chor alle Berufsgruppen - vom Arzt und Pfarrer bis zum Handwerker -vertreten sind. Daraus lasse sich ableiten, dass Musik und Beruf keinen Widerspruch darstellen.

Mit der "heimlichen Bundeshymne" "An der schönen blauen Donau" fand das Konzert im Parlament seinen Abschluss.

HINWEIS: Fotos von dieser Veranstaltung finden Sie - etwas zeitverzögert - auf der Website des Parlaments im
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