Leichtfried kritisiert mangelnden Nichtraucher-Schutz in Österreich

Wien (SK) - Anlässlich der Ankündigung der französischen Regierung, ab 2007 ein strenges Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden zu verhängen, übt der SPÖ-Europaabgeordnete Jörg Leichtfried Kritik am mangelhaften Nichtraucher-Schutz in Österreich. "Während innerhalb der EU immer mehr Staaten mit der Akzeptanz der Bevölkerung einen gesundheitsorientierten Weg einschlagen, befindet sich Österreich beim Nichtraucher-Schutz unter den Schlusslichtern. Zudem greifen immer mehr junge Personen zur Zigarette", so der EU-Abgeordnete heute gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Wie die Erfahrungen von mehreren europäischen Ländern belegen, würden beispielsweise generelle Rauchverbote in Lokalen keineswegs zu Umsatzrückgängen führen. "Gesundheitsministerin Rauch-Kallat hat im Bereich des Nichtraucher-Schutzes Maßnahmen, die über Empfehlungen und zahnlose Verbote hinausgehen, vermissen lassen. Daher gelten in Österreich die laschesten Raucherbestimmungen, die innerhalb der EU nur mehr mit den griechischen zu vergleichen sind", so Leichtfried. ****
Leichtfried hält EU-weit ein Rauchverbot am Steuer und in Zügen für überlegenswert. "Laut Studien verursachen Raucher um 48 Prozent mehr Unfälle als Nichtraucher. Aus Gründen der Verkehrssicherheit und wegen gesundheitlicher Schäden etwaiger Mitfahrer durch Passivrauchen ist die Idee eines Nikotinverbots für Autolenker absolut verfolgenswert. Das Hantieren mit Zigaretten lenkt ab und der durch den Rauch erhöhte CO-Gehalt in der Luft senkt nachweislich die Reaktionsfähigkeit", erklärte das Mitglied im Verkehrsausschuss.

Hinsichtlich des Schutzes von Personen in Zügen betont der Abgeordnete, dass das Rauchverbot in Speisewägen der ÖBB ein erster wichtiger Schritt sei. "Aber auch hier geht der EU-Trend dazu, Rauchwaren generell aus Zügen zu verbannen. Sowohl Mitreisende wie Personal sind mit der derzeitigen österreichischen Lösung nicht ausreichend geschützt". Jedenfalls müssten derartige Verbote dann auch exekutiert werden und entsprechende Strafen bei Nichtbeachtung die Folge sein", schloss Leichtfried. (Schluss) ps/mm

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