Neues Forschungsinstitut für "Altersökonomie"

Forschungsförderung der Stadt Wien für die Wirtschaftsuniversität Wien

Wien (OTS) - Heute, Montag, wird mit einer Auftaktveranstaltung
das neue Forschungsinstitut "Altersökonomie" an der Wirtschaftsuniversität Wien eröffnet. Das mit Förderung der Stadt Wien mit der Wirtschaftsuniversität neu gegründete Forschungsinstitut untersucht die Lebenslagen älterer Menschen im Alter von 50+ aus einer sozioökonomischen Perspektive. Mit der Gründung dieses Forschungsinstituts entsteht ein altersökonomisches Kompetenzzentrum, das wissenschaftliche Forschung auf dem Niveau internationaler Standards betreibt und damit auch einen wichtigen Beitrag zur Positionierung Wiens als internationalen Wissenschaftsstandort leistet. Das Forschungsprogramm ist zunächst auf drei Jahre angelegt. Nach zwei Jahren werden die Aktivitäten des Instituts einer Zwischenevaluation unterzogen und auf deren Basis ein längerfristiges Arbeitsprogramm entwickelt. Die Etablierung des Forschungsinstituts wird von der Stadt Wien in den Jahren 2006 bis 2008 mit einem Betrag von insgesamt 270.000 Euro unterstützt. Die Leitung des neuen Forschungsinstituts übernimmt Univ.-Prof. Dr. Ulrike Schneider, stellvertretender Institutsleiter ist, a. o. Univ.-Prof. Dr. August Österle.

Das Forschungsprogramm 2006-2009

Das Forschungsinstitut Altersökonomie setzt innovative Akzente, indem es die österreichische Alterforschung um den sozioökonomischen Ansatz erweitet. Dabei kann es die an der Wirtschaftsuniversität Wien vorhandenen themenspezifischen Kompetenzen nutzen.

Ein Forschungsschwerpunkt ist die Analyse der sozioökonomischen Situation von Menschen im Alter von über 50 Jahren - zunächst im großstädtischen Kontext. Der Einfluss von Großstadtfaktoren auf die sozioökonomische Lage älterer Menschen wird herausgearbeitet. Ziel ist es, darauf aufbauend eine Bandbreite kommunalpolitischer Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und zu diskutieren.

Einen weiteren Forschungsschwerpunkt der kommenden drei Jahre sollen ökonomische Analysen zur Pflegebedürftigkeit und zur Entwicklung des Pflegesektors bilden. Im Bereich der Pflegethematik kann die Wirtschaftsuniversität Wien bereits auf einem Erfahrungshintergrund in Form von vorangegangenen eigenen ökonomischen Analysen und internationalen Kooperationsnetzwerken aufbauen. Ziel dieser Forschungslinie ist es, die ökonomischen Folgen von Pflegebedürftigkeit für Betroffene, für deren Familien und für ArbeitgeberInnen pflegender Angehöriger zu erheben und somit die "versteckten" privaten Kosten der Pflegebedürftigkeit abzuschätzen.

Die dritte Forschungslinie nimmt auf positive Facetten des Alterns Bezug, indem es die produktiven Beiträge älterer Menschen in der Gesellschaft analysiert. Konkret wird die Bedeutung älterer Menschen im Bereich der Freiwilligenarbeit erforscht.

Auftaktveranstaltung

Die Auftaktveranstaltung des Forschungsinstituts Altersökonomie steht unter dem Titel "Das Forschungsfeld Altersökonomie und die aktuelle Pflegedebatte" und findet heute Montag, den 9. Oktober im Großen Sitzungssaal der Wirtschaftsuniversität statt. Bei dieser Veranstaltung wird die Leiterin des Forschungsinstituts Altersökonomie, Univ.-Prof. Dr. Ulrike Schneider, die Perspektiven der Arbeit des neuen Instituts vorstellen.

Der stellvertretende Institutsleiter, a. o. Univ.-Prof. Dr. August Österle, wird zum Thema "Pflege und Pflegepolitik in europäischen Wohlfahrtssystemen" sprechen. Ein Gastvortrag des Leiters für Forschung am Deutschen Zentrum für Altersfragen (DZA) in Berlin, Herr Dr. Andreas Motel-Klingebiel, behandelt das Thema "Altern in der Stadt - zwischen familiärer Unterstützung und formellen Dienstleistungen". (Schluss) brc

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