Landesagrarreferenten entscheiden sich gegen Naturschutz

WWF und BirdLife schalten die EU Kommission ein

Wien. (OTS) - Am Freitag vergangener Woche hat die Landesagrarreferentenkonferenz über die Zukunft des Naturschutzes in Österreich für die nächsten sieben Jahre entschieden. Die Naturschutzorganisationen WWF und BirdLife warnten zuvor eindringlich, nicht genügend Gelder für die Erhaltung des natürlichen Erbes bereitzustellen. "Der Beschluss der Konferenz, an der auch Umweltminister Josef Pröll beteiligt war, ist ein schwerer Schlag gegen den Naturschutz in Österreich", warnt Michael Proschek vom WWF.

Trotz der Warnungen der Experten von WWF und BirdLife wird das Budget für den nationalen Naturschutz im Rahmen des Umweltprogramms ÖPUL nun von Bundesseite bei 37 Millionen Euro gedeckelt. Im Gegensatz dazu bleiben fachlich umstrittene Maßnahmen, wie z.B. die kaum kontrollierbare Reduktion des Einsatzes von Pestiziden und Düngemitteln ungedeckelt.

Die Naturschutzorganisationen WWF und BirdLife sehen sich nun gezwungen, sich an die EU-Kommission zu wenden und diese über die negative Entwicklung in Österreich zu informieren. "Das Ministerium riskiert durch den jüngsten Beschluss ein verspätetes Inkrafttreten des Programms für die ländliche Entwicklung, weil es Belange des Naturschutzes nicht ernst nimmt", warnt Johannes Frühauf von BirdLife. "Wenn dies eintritt, wäre das eine Katastrophe für die Landwirtschaft und den Naturschutz", warnen die beiden Organisationen.

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