WKÖ-Mitterlehner warnt: Ausstieg aus Eurofighter-Vertrag schädigt heimische Firmen

Auftragsvolumen von über 2 Milliarden Euro mit einem Schlag weg - ARGE OFFSET der Wirtschaftskammern appelliert an Parteien, Interessen der Betriebe zu berücksichtigen

Wien (PWK665) - Die Gegengeschäfts-Plattform ARGE OFFSET der Österreichischen Wirtschaftskammern appelliert an die politischen Parteien, bei den Koalitionsverhandlungen die Interessen der österreichischen Betriebe bei Diskussionen um den Ausstieg aus dem Eurofightervertrag zu berücksichtigen. Von den vertraglich vereinbarten 4 Milliarden Euro Gegengeschäfte wurde bis Ende 2005 ca. 700 Mio. Euro an Gegengeschäften von der österreichischen Wirtschaft bereits erfüllt und verrechnet. Bei den bisher abgeschlossenen Gegengeschäften in Bezug auf den Eurofighter-Ankauf liegt der Anteil der Klein- und Mittelbetriebe bei 70,5 %.

WKÖ-General Reinhold Mitterlehner, Vorsitzender der ARGE OFFSET:
"Bis zum heutigen Tag wurden Lieferverträge um 1,6 Milliarden Euro zwischen dem Eurofighterkonsortium und der österreichischen Wirtschaft abgeschlossen. Ein Ausstieg aus dem Eurofightervertrag bedeutet nicht nur in Bezug auf eine grundsätzliche politische Vertragstreue einen enormen Imageverlust, sondern vor allem auch einen materiellen Schaden für die betroffenen Unternehmen." Treffen würde dies vor allem heimische Klein- und Mittelbetriebe, die sich gerade in Luftfahrtzulieferbereich neu etabliert haben. Hohe Investition in Anlagen und Maschinen sowie in die Zertifizierung der Unternehmen sind in Hinblick auf die erteilten und künftigen Aufträge aus den Offsetverträgen getätigt worden. Ein Ausstieg aus dem Eurofightervertrag würde die Existenz dieser Firmen stark gefährden. Die Chance auf künftige Aufträge aus dem Luftfahrtbereich wäre damit praktisch Null, was sich letztlich auch auf die Arbeitsplätze in den betroffenen Unternehmen auswirken würde. Mitterlehner: "Bei einem Ausstieg aus dem Eurofighter-Vertrag sind als erste negative Konsequenz in jedem Fall die noch offenen, aber vertraglich vereinbarten Gegengeschäfte von über 2 Milliarden Euro mit einem Schlag weg. Ein schwerer Rückschlag für all jene Betriebe, die sich wachsende Zuliefermöglichkeiten in die globale Luftfahrt-Industrie erhofft haben." (RH)

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