Bartenstein: Lissabon-Strategie beginnt zu greifen

Bartenstein bei Konferenz der nationalen Koordinatoren für den Lissabon-Prozess

Wien (OTS/BMWA) - "Europa ist auf Wachstumskurs, die Umsetzung der Lissabon Strategie beginnt zu greifen", sagte der Lissabon-Koordinator Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Bartenstein heute Freitag in Lissabon bei der Konferenz der nationalen Koordinatoren für den Lissabon-Prozess der Europäischen Union.

Der Kern der Lissabon Strategie sei es, mehr Wachstum und Beschäftigung in Europa zu erreichen. Dabei sei eines der zentralen Ziele gewesen, die USA in Sachen Wachstum zu überholen. Das sei Europa heuer erstmals seit langer Zeit gelungen. Bartenstein: "Die EU hat die USA beim Wachstum im zweiten Quartal überholt."

Und auch im Bereich Beschäftigung sei Europa erfolgreich unterwegs. Er habe im Jänner beim informellen Rat für Beschäftigung und Soziales das Ziel genannt, bis Ende des Jahres die Zahl der Arbeitslosen in Europa unter 18 Millionen zu senken. Das sei Europa auch gelungen, derzeit seien 17,5 Millionen Menschen in Europa arbeitslos.

Jetzt gehe es darum, konsequent weiter für mehr Beschäftigung und Wachstum in Europa zu arbeiten. Dass bereits die Hälfte der EU Mitgliedstaaten Lissabon-Koordinatoren auf Ministerebene haben, verstärke zudem die Zusammenarbeit.

Österreichs Wirtschaft entwickle sich im europäischen Vergleich überdurchschnittlich, das belege auch die heute veröffentlichte Konjunkturprognose. Das Wifo etwa habe die Prognose für 2006 auf 3,1 Prozent angehoben. Außerdem gehe die Österreichische Nationalbank von einem Wachstum von 3,2 Prozent für heuer aus. "Österreichs Wirtschaft wächst, die Trendwende am Arbeitsmarkt hat sich nachhaltig bestätigt", so Bartenstein, das sei auf die erfolgreiche Wirtschaftspolitik der Bundesregierung zurückzuführen.

Die Förderung von Innovation bleibe für Europa der Schlüssel zu mehr Wachstum und Beschäftigung, so Bartenstein weiter. Es gehe darum, den Innovations- und Wettbewerbsvorsprung von Europa insbesondere gegenüber Ländern wie China und Indien weiter auszubauen. Forschung und Entwicklung seien zentrale Einflussfaktoren für den zukünftigen Wohlstand von Ländern und für die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Österreich werde das Ziel einer Forschungsquote von 3 Prozent erreichen. Die Ausgaben des Bundes für F&E im Jahr 2006 seien im Vergleich zum Vorjahr um 7,9 Prozent auf 6,24 Milliarden Euro gestiegen. Seit 2000 seien die Ausgaben für Forschung und Entwicklung um 50 Prozent angestiegen. Dieser erfolgreiche Kurs müsse fortgesetzt werden, so Bartenstein.

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