Bevorstehendes Aus für Hort in Mühldorf beweist: Dörfler bei Kinderbetreuung weiter säumig

SPÖ-Frauenvorsitzende Trannacher : "An die Arbeit, Herr LR Dörfler!"

Klagenfurt (SP-KTN) - Dass auch der Bürgermeister von Mühldorf, seines Zeichens BZÖ-Parteifreund des zuständigen Kindergartenreferenten Gerhard Dörfler bei der Kinderbetreuung in den Medien aufschreit und warnt, der Hort in Mühldorf stehe vor dem Aus, sei klarer Beweis dafür, dass Dörfler bei der Kinderbetreuung weiter säumig ist, zeigen die Kärntner SPÖ-Frauen auf. "Würde LR Dörfler sich zwischen seinen unzähligen Eigen-PR- und Medienterminen hinter den Schreibtisch setzen, die Ärmel hochkrempeln und seine längst überfälligen Hausaufgaben bei der Kinderbetreuung machen, stünden Horte wie jener in Mühldorf nicht vor dem Aus", kritisiert SPÖ-Frauenvorsitzenden Sieglinde Trannacher.

Jeder weiß, wie politische Zusammenhänge funktionieren, wenn also ein Bürgermeister der selben Fraktion angehöre wie der zuständige Referent und dennoch Alarm schlage, dann sei Feuer am Dach, so Trannacher. "Wir Kärntner SPÖ-Frauen zeigen seit Jahren die Missstände bei der Kinderbetreuung auf und beweisen ständig, dass die derzeitige Betreuung nicht in ganz Kärnten flexibel genug, nicht leistbar genug und nicht flächendeckend bedarfsgerecht ist, der Referent hingegen jongliert mit Statistiktricks und Schönrederei und das auf dem Rücken der Eltern und Kinder", ärgert sich Trannacher. Dörfler müsse nicht nur den Fortbestand des Hortes in Mühldorf, sondern auch eine allgemeine Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Kärnten zu Stande bringen, fordert Trannacher. So würde etwa nur ein Drittel der Kindergärten vor 7 Uhr öffnen, bei den Nachmittags- und Frühabendöffnungszeiten sehe es noch dramatischer aus, hält die SP-Frauenvorsitzende fest.

Trannacher verweist auf den gesellschaftlichen Effekt unzureichender Kinderbetreuung. "Aufgrund des nicht bedarfsgerechten Angebotes in Kärnten gibt es einen Rückgang der Vollerwerbstätigkeit zu Gunsten der Teilzeitarbeit. 73,5 Prozent der geringfügig Beschäftigten in Kärnten sind Frauen, auf Nachfrage bei den Betroffenen geben die meisten als Begründung die nicht adäquate bzw. nicht leistbare Kinderbetreuung an", sagt Trannacher. Die Kinder- und Nachmittagsbetreuung laufe besonders im ländlichen Bereich problematisch ab. "Es gibt zwei Möglichkeiten, wie der Referent damit umgehen kann: Entweder er nimmt sich der Situation an und erarbeitet gemeinsam mit Experten eine bedarfsgerechte und leistbare Lösung, oder er lehnt sich zurück, widmet sich seinen PR-Terminen und redet die Situation solange schön, bis er und sein direktes Umfeld die Propaganda selbst glauben. LR Dörfler hat sich in meinen Augen für letztere Variante entschieden", kritisiert Trannacher und fordert den Kindergartenreferenten auf: "An die Arbeit, Herr LR Dörfler!"

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