Medizinercorps gefährdet?

ÖH MUG besorgt über spezielle hochqualitative Ausbildung für Mediziner/innen sowie die Notfallversorgung der Grazer/innen

Wien (OTS) - "Das Medizinercorps ist ein Zusammenschluss von Medizinstudierenden und Ärztinnen/Ärzten an der Bezirksstelle Graz-Stadt des Roten Kreuzes, das seit mehr als 100 Jahren existiert. Zu den wichtigsten Aufgaben des Medizinercorps gehört die Besetzung der zwei Grazer 'Jumbos' (=Notfallwägen) mit Rettungsmediziner/innen", erläutert Stefan Schaller vom Vorsitzteam der ÖH MUG.

"Die beiden Jumbos wurden am Tag bis jetzt von Zivildienern als Rettungsmedizinern besetzt, während die Nacht- und Feiertagsdienste ehrenamtlich abgedeckt wurden. Aufgrund der nicht mehr gegebenen Aufschubmöglichkeit des Zivildienstes rüstet mit 12. Oktober der letzte 'Zivi-Rettungsmediziner' ab. Um die Jumbos, die für die Notfallversorgung der Grazer Bevölkerung essentiell sind, zu besetzen, wären zumindest zwei hauptberufliche Rettungsmediziner/innen-Stellen als Ersatz für die Zivildiener notwendig, bis jetzt wurde jedoch nur eine Rettungsmedizinerin befristet bis Ende 2006 eingestellt", fährt Schaller fort.

"Unseren Informationen zu Folge möchte die Leitung der Bezirksstelle Graz-Stadt des Roten Kreuzes keine weitere Stelle finanzieren. Für die Notfallversorgung der Grazer Bevölkerung sowie für die qualitative Ausbildung von Studierenden zu Rettungsmediziner/innen wäre dies katastrophal und würde das Ende dieses gut funktionierenden Systems bedeuten. Viele Studierende, die diese einmalige Ausbildungschance bisher nutzten, um für ihren späteren Beruf wichtige Skills und Erfahrungen zu erwerben, wären von dieser Maßnahme betroffen. Die Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der MUG kann daher nur hoffen, dass man in der Bezirksstelle Graz-Stadt des Roten Kreuzes zur Vernunft kommt und die oben angesprochenen (Personal-)Investitionen tätigt", meint Schaller abschließend.

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