AKNÖ präsentiert Brennstoffpreisvergleich

Pellets um 45 Prozent teurer als 2005

Wien (AKNÖ) - Anfang Oktober hat die NÖ Arbeiterkammer ihren bereits traditionellen Brennstoffpreisvergleich durchgeführt. Die stichprobenartige Preiserhebung bezieht sich auf Holz, Pellets, Flüssiggas sowie Kohle und Koks. Pellets sind eindeutig die negativen Sieger bei den Preissteigerungen.

Pellets haben sich gegenüber dem Vorjahr um 45 Prozent verteuert. In Einzelfällen beträgt die Preisdifferenz zum Vorjahr sogar 70 Prozent. Ein Preisvergleich zahlt sich aus, denn Pellets kosten momentan zwischen 303 Euro und 229 pro Tonne - ein Preisgefälle von 24,4 Prozent. Haben 4 Tonnen - dieses Quantum reicht bei einem gut gedämmten Einfamilienhaus für eine Heizsaison - im Vorjahr 620 Euro gekostet, schlägt sich diese Menge heuer mit 904 Euro zu Buche. Offenbar wurde aus dem ehemaligen Abfallprodukt Holzspäne ein Kassenschlager. Der vielbeworbene und geförderte Umstieg auf Pelletsanlagen brachte nur eine kurzfristige Einsparung. "Der hohe Preis der Pellets schadet dem sauberen Image der nachwachsenden Rohstoffe und schreckt die Menschen davor ab, erneuerbare Energien zu nutzen. Die Holzindustrie hat einerseits massiv Werbung für Pelletsheizungen betrieben, war aber auf die Nachfrage nicht vorbereitet. Von ArbeitnehmerInnen fordert man immer Flexibilität, diese fordern wir auch von der Wirtschaft", erklärt AKNÖ-Präsident Josef Staudinger.

Heizölpreis um 19 Prozent stark gestiegen

Beim Heizöl liegt der Preisanstieg bei 19 Prozent. 2.000 Liter Heizöl haben im Vorjahr 1.160 Euro gekostet, 2006 beträgt der Preis dafür 1.380 Euro. "Für den Vergleich zwischen Pellets und Heizöl genügt eine einfache Rechnung: 1 Liter Heizöl erzeugt die gleiche Wärme wie 2 Kilogramm Pellets. In Relation betrachtet, kommen Pellets daher trotz Überteuerung noch günstiger; ohne Berücksichtigung der Investitionskosten für neue Pelletsanlagen. Nach obigem Beispiel ergibt sich ein Preisunterschied von 480 Euro, die man bei gleicher Energiemenge für Heizöl mehr bezahlt.", erklärt AKNÖ-Konsumentenberater Ing. Horst Krumholz.

AKNÖ fordert Preisindex für Brennstoffe

"Das Mehr an Steuereinnahmen des Staates durch gestiegene Energiepreise wie z.B. durch die Mineralölsteuer, sollte die Regierung unbedingt in die Erhöhung der Förderung von Wärmedämmungsmaßnahmen investieren", fordert AKNÖ-Präsident Staudinger. Eine Sanierungsförderung, die vor allem bei Bauten aus den 1950er, -60er und -70er Jahren zum Einsatz kommen würde, könnte helfen, Energie zu sparen und wäre auch aus Klimaschutzgründen sinnvoll. Um die Preisentwicklung der Brennstoffe nachvollziehbar zu machen, fordert die AKNÖ einen Preisindex für Brennstoffe, ähnlich dem Euribor-Index für Kreditzinsen.
Eine Übersicht zur Brennstoffpreiserhebung finden Sie auf noe.arbeiterkammer.at

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