Neues Volksblatt: "Umfaller" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 3. Oktober 2006

Linz (OTS) - Während SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer noch gar nicht mit hundertprozentiger Sicherheit weiß, mit wem er eigentlich Koalitionsverhandlungen führen wird, hat er schon eine lange Wunschliste im Gepäck.
Will Gusenbauer all jene, die ihn jetzt wegen seiner Versprechen aus dem Wahlkampf in die Pflicht nehmen, zufriedenstellen, dann ist die Quadratur des Kreises dagegen ein Kinderspiel. Da zeigt die Hochschülerschaft ebenso auf wie die Atomgegner und natürlich die Künstler, da erinnern sich (und ihn) die roten Gewerkschafter an Erbpachten (Stichwort Sozialministerium), und auch das mit einem Fix-Mandat wiederbelebte Liberale Forum wird, sozusagen als Existenzbeweis, medienwirksame Forderungen haben müssen.
Das Wunschkonglomerat der SPÖ-Sympathisanten, die Wahlkampfversprechen und die Vorstellungen eines Koalitionspartners müssen unter einen Hut, das erfordert Kompromisse, ja auch Abstriche. Weshalb es keine sehr gewagte Prognose ist, dass die Gusenbauer-SPÖ die ersten paar Male bereits umgefallen sein wird, ehe der Parteichef ins Kanzleramt eingezogen ist.

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