Berichtigtigung zu OTS0141: Welternährungstag: Ernährungssicherung durch Agrarinvestitionen

Österreichische Sonderdotierung für Wasserprojekt in Lesotho

Wien (OTS) - Der Welternährungstag der Vereinten Nationen steht heuer unter dem Motto "Investing in Agriculture for Food Security. The whole world will profit". Das Lebensministerium wird aus diesem Anlass gemeinsam mit dem Ökosozialen Forum morgen eine Tagung mit dem Titel "Lebensversicherung Vielfalt? - Ernährungssicherung durch Agrar-Investitionen" veranstalten, um über die Themen Agrobiodiversität, dem Internationalen Saatgutvertrag sowie ethische Implikationen zu diskutieren. Dies teilt das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft anlässlich der morgigen Veranstaltung zum Welternährungstag, der am 16. Oktober stattfindet, mit.

Der Kampf gegen Hunger und Mangelernährung auf globaler Ebene zählt zu den wichtigsten Aufgaben der internationalen Staatengemeinschaft. Ziel ist, die Zahl der Hungernden bis zum Jahr 2015 im Vergleich zu 1990/92 zu halbieren. Derzeit gelten weltweit immer noch mehr als 852 Millionen Menschen als unterernährt, davon 815 Millionen in Entwicklungsländern, 28 Millionen in Übergangsökonomien und 9 Millionen in Industrieländern. Allein in Afrika leiden 27 Prozent der Bevölkerung an Unterernährung, das sind 210 Millionen Menschen. Knappe 9 Jahre vor dem Zieldatum 2015 können - beim gegenwärtigen Stand der Hungerbekämpfung - von allen Entwicklungsregionen nur Südamerika und die karibischen Länder das Millenniumsziel (MDG) erreichen, den Anteil der Hungernden zu halbieren.

Der jüngste Welthungerbericht zeigt die Bedeutung der Ernährungssicherheit in den ärmeren Ländern für die Verringerung der hohen Sterblichkeitsrate von Kindern und Müttern, für eine bessere Schulbildung, die Gleichberechtigung von Frauen und die Schonung von Umwelt und Ressourcen. Ausreichende und gesunde Ernährung sind weiters ein Beitrag zur Bekämpfung von Seuchen wie HIV/AIDS, Malaria und Tuberkulose.

Hunger und Armut sind wesentlich Probleme des ländlichen Raums, 70 Prozent der in Armut lebenden Bevölkerung entstammen dem ländlichen Raum. Die Ursachen sind vielfältig, immer aber stehen sie im Zusammenhang mit dem mangelnden Zugang zu produktiven Ressourcen, wie Land, Wasser, Ausbildung und Krediten.

Deshalb unterstützt das Lebensministerium das Projekt "Pro-Poor Small-Farm Irrigation with Pedal Pump Technology". Es dient konkret der Erzeugung und dem Aufbau von Fußpedal-Wasserpumpen in Lesotho und zielt auf die Verbesserung der Wasserzugangssituation besonders von Kleinfarmen ab. Das Programm wird von der "Food and Agriculture Organization" (FAO) gemeinsam mit der internationalen NGO "Water for the Third World" (W3W) und dem regionalen Landwirtschaftsministerium umgesetzt. Lesothos Agrarsektor steuert lediglich 14 Prozent zum Bruttonationalprodukt bei, obwohl 80 Prozent der Bevölkerung mit Landwirtschaft ihren Lebensunterhalt bestreiten.

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