15. FSG-Frauenkonferenz: Nussgraber-Schnabl: Erbe der Regierung ist Rückschritt in Frauenpolitik

Haberzettl: Auch nach Wahlerfolg wachsam bleiben

Wien (FSG) - Im Vorfeld des ÖGB-Frauenkongresses findet heute im Wiener Austria Center die 15. FSG-Frauenkonferenz statt. FSG-Frauenvorsitzende Erika Nussgraber-Schnabl freute sich bei der Eröffnung darüber, dass die SPÖ bei den gestrigen Nationalratswahlen die stimmenstärkste Partei wurde. Der geschäftsführende FSG-Vorsitzende Wilhelm Haberzettl rief in seiner Grußbotschaft zur Wachsamkeit auf, die Regierungsbildung werde nicht einfach werden. Haberzettl: "Die ÖVP wird nicht aufgrund einer Wahlniederlage ihr Wesen ändern." FSG-Bundessekretärin Roswitha Bachner befasste sich in ihren Grußworten mit der Zukunft des ÖGB: "Der ÖGB muss weiblicher werden", verlangte sie.++++

"Das Erbe der ÖVP/BZÖ-Bundesregierung ist ein Rückschritt in der Frauenpolitik", zog Erika Nussgraber-Schnabl Bilanz. Die Pensionskürzungen, die Einführung der Studiengebühren, die Erhöhung der Selbstbehalte im Gesundheitssystem und die Rückschritte in der Frauenpolitik hätten dazu geführt, dass das Leben für viele Menschen in den vergangenen sechs Jahren härter geworden sei. Nussgraber-Schnabl mit Verweis auf den Wahlsieg der SPÖ: "Es ist Zeit, dass die Menschen wieder den Stellenwert bekommen, der ihnen zusteht."

"Es ist der Beginn einer schönen Woche", zeigte sich auch der geschäftsführende FSG-Vorsitzende Wilhelm Haberzettl über das Resultat der Nationalratswahlen erfreut. Gleichzeitig warnte er davor, die ÖVP bei der Regierungsbildung zu unterschätzen. Den Einsatz der FSG bei den Nationalratswahlen bezeichnete Haberzettl als Vorbild für die "Hausübung", die es jetzt im eigenen Haus ÖGB zu erledigen gäbe.

Zu dieser "Hausübung" nahm FSG-Bundessekretärin Roswitha Bachner Stellung. "Mehr als 80 Prozent der Bevölkerung sind der Meinung, es ist wichtig, dass es einen starken ÖGB und Gewerkschaften gibt. Ausschlaggebend ist aber die zukünftige Gestaltung, damit wir Vertrauen zurückgewinnen." Der ÖGB Neu, so Bachner, müsse weiblicher werden. "Die alte Leier, Frauen wollen ja nicht, kann ich nicht mehr hören." Es müssten auch die Kultur und die Strukturen im ÖGB frauenfreundlicher werden. Ziel sei, so Bachner "eine gerechte Ausgewogenheit von Frauen und Männern auf allen Ebenen unserer Organisation."

FSG, 2. Oktober 2006 Nr. 53

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