Künstlerheuriger - Kulturpolitische Trendwende notwendig

200 Gäste beim Künstlerheurigen - Reger Austausch zwischen Kunstszene und Politik

Wien (SK) - Eine kulturpolitische Institution feierte einen runden Geburtstag: der von der ehemaligen Kunstministerin Hilde Hawlicek gegründete Künstlerheurige fand heuer zum zwanzigsten Mal statt. "Vielleicht leitet dieses Jubiläum die kulturpolitische Wende ein", so der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Kulturpolitik, Josef Kirchberger, Freitagabend. Der Künstlerheurige sei ein Zeichen dafür, dass sich die SPÖ nicht nur in Vorwahlzeiten für Kunstschaffende einsetzt, bemerkte Kirchberger weiter. Auch Hilde Hawlicek betonte, dass der jährlich stattfindende Heurige eine wichtige Plattform für den lockeren Austausch zwischen Politik und Kunst geworden sei. ****

Der große Zulauf zeige, so Kirchberger, wie sehr die SPÖ die österreichische Künstlerschaft tragen würde und wie groß die Unzufriedenheit mit der momentanen Kunstpolitik sei. Rund 200 Künstler aus allen Bereichen, darunter Prominente wie die zweifache Biennale-Teilnehmerin Waltraud Cooper, die Malerinnen Ona B. und Linde Waber, Medien- und Konzeptkünstler Kurt Hofstetter und Autor Ernst Hinterberger, nahmen am Künstlerevent teil. Auch zahlreiche SPÖ-Politiker zeigten durch ihre Anwesenheit, dass die Kunstpolitik und der Diskurs mit Künstlern der Sozialdemokratie ein wichtiges Anliegen ist.

Einig war man sich in der Ablehnung der Morak'schen Politik. "Morak ist nicht dialogfähig, die SPÖ sehr wohl. Mit der SPÖ in der Regierung wird die Kunstpolitik eine andere und das Verständnis für die Kunst wieder größer werden", unterstrich die SPÖ-Europaabgeordnete Christa Prets. SPÖ-Europasprecher Caspar Einem betonte, dass "nach der Periode des Biedermeier jetzt wieder ein Aufbruch für die Künstler nötig ist". Autor Ernst Hinterberger sieht in einer Regierung mit SPÖ-Beteiligung die "bestmögliche Regierungsform". Er selbst komme aus kleinen Verhältnissen und sei seinen Wurzeln treu geblieben. Aus diesem Grund unterstütze auch er die SPÖ. (Schluss) sw

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