Medizintechnik aus Wien: Otto Bock weitet Standort aus

Rieder bei Eröffnung der neuen Produktionsstätte im 11. Bezirk Unternehmen investiert rund 19 Millionen Euro in Standorterweiterung

Wien (OTS) - Dank guter Erfolge nimmt das österreichische Tochterunternehmen von Otto Bock einen wichtigen Platz in der Firmengruppe ein. Bei einer Festveranstaltung wurde das vom geschäftsführenden Gesellschafter Prof. Hans Georg Näder und dem Wiener Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Vizebürgermeister Dr. Rieder gewürdigt. Aus Wien stammen so wichtige Entwicklungen wie der "DynamicArm" und das "C-Leg".

Otto Bock Healthcare hat am 29. September 2006 im Rahmen einer Festveranstaltung einen neuen Standort in Wien eröffnet. Dank der Erfolge der österreichischen Forscher und Entwickler war eine Ausweitung notwendig geworden. Die Wiener Niederlassung von Otto Bock Healthcare hat sich im internationalen Prothetik-Sektor einen Spitzenplatz gesichert. Mit ihren rund 320 Mitarbeitern kommt dem Tochterunternehmen der weltweit agierenden deutschen Otto-Bock-Gruppe im Bereich Forschung und Entwicklung eine wichtige Rolle zu. Rund ein Viertel der Mitarbeiter ist in diesem Bereich tätig.

Die Eröffnung des Standorts Wien-Brehmstraße fand unter Teilnahme der Mitarbeiter, von Kunden, Lieferanten, Journalisten und Vertretern der Politik statt. Im Gespräch mit dem geschäftsführenden Gesellschafter der Otto Bock Healthcare, Prof. Hans Georg Näder betonte der Wiener Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder die Bedeutung des Forschungs- und Produktionszentrums für den Wirtschafts-Standort Wien. Die Verbindung der jahrzehntelangen Expertise des Medizintechnik-Unternehmens mit dem Können der österreichischen Entwickler bringe Resultate hervor, die Menschen mit Behinderungen in ihrem Alltagsleben entscheidend helfen.

Führendes Unternehmen in der Medizintechnik

Prof. Näder meinte dazu, dass Österreich für Otto Bock einen wichtigen Stellenwert einnehme. "Unser Unternehmen behauptet seit Jahrzehnten seine Spitzenstellung am Markt durch Innovation, Qualität und globale Präsenz. Dabei spielt die hohe Expertise unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine wesentliche Rolle. Der Standort Österreich ist eine der Säulen, auf die sich unser Erfolg stützt."

Otto Bock Healthcare Products GmbH ist ein führendes Unternehmen in der Prothetik und Rehabilitation. Neben Fertigung und Vertrieb ist es vor allem der Forschungs- und Entwicklungsbereich, der Wien zu einem bedeutenden Standort des Unternehmens macht. Etwa ein Viertel der rund 320 Mitarbeiter sind in diesem Bereich beschäftigt. Die Zentrale des Unternehmens ist in Duderstadt (Deutschland). In den weltweit insgesamt 13 Produktions- und 38 Vertriebsniederlassungen sind mehr als 3.500 Mitarbeiter beschäftigt.

19 Millionen Euro Invest in neuen Standort

Am neuen Standort im 11. Bezirk an dem früher ein Siemens-Werk untergebracht war, hat die Otto Bock Healthcare bisher rund 12 Millionen Euro investiert. Das Gebäude wurde komplett renoviert und adaptiert und erfüllt alle Anforderungen einer High-Tech-Produktionsstätte. Auf dem Nachbargrundstück errichtet das Medizintechnik-Unternehmen bereits ein weiteres Produktionsgebäude um sieben Millionen Euro. Die Gesamtinvestitionen zum Ausbau des Standortes betragen rund 19 Millionen Euro.

Leistungen aus Wien: Vom "DynamicArm" bis zum "C-Leg"

Ende 2005 kam eine in Wien entwickelte Armprothese auf den internationalen Markt, die einen bemerkenswerten Fortschritt im Glied-Ersatz für Oberarmamputierte bedeutet: der "DynamicArm". Der Benützer kann den künstlichen Arm heben und senken, die Hand öffnen und schließen und bis zu sechs Kilogramm Gewicht damit heben. Ein spezielles Ellbogen-System gleicht die Bewegungen dabei optisch und funktionell den natürlichen Bewegungen eines Armes an. Ermöglicht werden diese Aktivitäten durch ein ausgeklügeltes Zusammenwirken von Elektronik und Mechanik.

Maßstäbe in der Orthopädie-Technik konnte das Unternehmen auch mit dem C-Leg setzen, für das Otto Bock 1999 mit dem österreichischen Staatspreis für Innovation ausgezeichnet wurde. Die computergesteuerte Beinprothese für Oberschenkelamputierte wird seit 1997 am Wiener Standort gefertigt und weltweit vermarktet. Die Bewegung der Prothese wird durch einen Mikroprozessor im Kniegelenk gesteuert. 50-mal pro Sekunde errechnen hochsensible Sensoren, in welcher Phase des Schritts sich das Bein befindet. Durch eine elektronische Steuerung passt sich das C-Leg(R) jeder Situation automatisch an - ob beim Treppensteigen, Gehen im Dunkeln oder Gehen im Einkaufsgedränge. (Schluss) gaw

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