Neue KÄRNTNER TAGESZEIUTNG - Kommentar: Instrument der Veränderung (von M. Geistler-Quendler)

Ausgabe, 29. Oktober 2006

Klagenfurt (OTS) - Der Wahltag rückt näher, und immer noch ist eine gewaltige Anzahl von Österreichern unentschlossen. Und in einer OGM-Umfrage gaben 40 Prozent an, kaum Unterschiede zwischen den Parteien identifizieren zu können. Die Bewerber würden - so der Tenor - "im Großen und Ganzen das Gleiche" versprechen. Das ist keine ermutigende Ausgangslage für eine demokratisch essenzielle Entscheidung.

Den Befund, dass Parteien in den vergangenen Jahren an Profil verloren, sich einander angenähert haben, kann man nicht von der Hand weisen. Auch nicht die Diagnose, dass Worthülsen im politischen Diskurs zunehmend inhaltliche Auseinandersetzungen überdecken. Doch dies taugt nicht als Ausrede dafür, auf die Stimme und damit das Mitbestimmungsrecht am 1. Oktober zu verzichten. Sich in der selbst"gewählten Ohnmacht zu verschanzen und gegen "die da oben" zu wettern macht keinen Sinn.

Wer vor der demokratischen Herausforderung, sich selbst ein Bild zu machen und danach zu entscheiden, kneift, der kann sich später Tiraden von wegen der Unabänderlichkeit gesellschaftlicher Zustände sparen.Denn genau am 1. Oktober hat jeder Einzelne ein Instrument in der Hand, um Veränderung herbeizuführen. Zur Wahl zu gehen bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, auch für die eigene Zukunft.

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