• 28.09.2006, 17:00:00
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mobilkom austria Alpinstudie 2006:

88 % der TirolerInnen kennen alpinen Notruf nicht

Wien (OTS) - mobilkom austria Alpinstudie 2006 zeigt Tirol als
vorbildliches Bundesland: 95 % der TirolerInnen haben das Handy am
Berg mit dabei - Alarmierend: Nur 13 % der TirolerInnen kennen den
für alpine Notfälle wichtigen Euronotruf 112 - ein Viertel der
TirolerInnen hat das Handy schon einmal für einen Notfall gebraucht

"Wir haben unsere Aufklärungsoffensive bereits 2003 gestartet",
erklärt Dr. Hannes Ametsreiter, Vorstand Marketing, Vertrieb und
Customer Services mobilkom austria, die Initiative "Handy am Berg".
"Nach erfolgreichen Aktionstagen in Bregenz, Salzburg und Innsbruck
setzen wir unsere Initiative jetzt mit der Neuauflage der Broschüre
'Handy am Berg' und gezielten Informationsveranstaltungen in ganz
Österreich fort," so Hannes Ametsreiter. Die Broschüren werden über
zahlreiche Alpin- und Tourismusverbände in ganz Österreich verteilt
und informieren über das richtige Verhalten bei einem Notfall in den
Bergen sowie über die Notrufnummern.

Land Tirol investiert in Sicherheit
"Für Tirol hat der Alpin-Tourismus einen überaus hohen
wirtschaftlichen Stellenwert. Ohne ausreichende Investitionen in die
Sicherheit ist die Basis für einen nachhaltigen Tourismus in Tirol
nicht gegeben", erklärt Landesrat Mag. Hannes Bodner. Insgesamt kam
es im Jahr 2005 zu 416 tödlichen Alpinunfällen, 179 Menschen starben
allein in Tirol. "Wenn durch die Informationskampagne von mobilkom
austria nur ein Menschenleben mehr gerettet werden kann, weil Hilfe
am richtigen Ort rasch eintreffen kann, dann hat sich das Engagement
bereits gelohnt", so Landesrat Bodner.

mobilkom austria Alpinstudie 2006: Nur jeder 7. kennt Euronotruf
Fast alle TirolerInnen (95 %) nehmen das Handy mit in die Berge.
Damit ist Tirol knapp hinter Oberösterreich das vorbildlichste
Bundesland laut der mobilkom austria Alpinstudie, die FESSEL-GfK im
Frühjahr 2006 durchgeführt hat. 93 % der TirolerInnen haben mit dem
Handy in den Bergen ein sicheres Gefühl - im Vergleich zum
österreichischen Durchschnitt von 84 % ist das der österreichische
Spitzenwert. Weniger vorbildlich ist das Wissen der TirolerInnen über
die alpinen Notrufnummern: Den alpinen Notruf 140 kennen 88 % der
TirolerInnen nicht und das ist trotzdem das beste Ergebnis in
Österreich. 95 % aller ÖsterreicherInnen kennen die Notrufnummer 140
nicht oder nennen eine falsche Nummer. Den Euronotruf 112 kennt
überhaupt nur rund jede/r siebente (13 %) Tiroler/in. In ganz
Österreich ist der Euronotruf auch nur einem Fünftel der Bevölkerung
bekannt.

31 % der TirolerInnen gaben in der repräsentativen Umfrage von
FESSEL-GfK an, sich gar nicht zum Thema Sicherheit in den Bergen zu
informieren. Als häufigste Informationsquelle gaben die TirolerInnen
mit 14 % die Bergrettung an (Österreich: 4 %), dicht gefolgt vom
Info-Medium Fernsehen mit 11 % (Österreich: 6 %). Das Internet als
Informationsquelle nutzen dagegen nur 9 % der TirolerInnen
(Österreich: 11 %).

Euronotruf 112 in den Bergen wichtig
Gerade der Euronotruf 112 ist in den Bergen sehr wichtig. "In den
Bergen ist aufgrund der geografischen Gegebenheit eine vollständige
Mobilfunkversorgung kaum möglich. Der Euronotruf kann durch seine
Besonderheiten auch hier helfen", erklärt Hannes Ametsreiter. Gibt es
bei einem alpinen Notfall keinen Empfang, kann der Handynutzer das
Handy ausschalten und nach dem Wiedereinschalten statt des PIN-Codes
die Nummer 112 eingeben. Bei manchen Handys entspricht das der
Notruffunktion. Damit sucht sich das Handy automatisch das stärkste
Funknetz. Weitere Vorteile des Euronotrufs 112, die ihn von allen
anderen Nummern unterscheiden: Er kann in allen europäischen Ländern
kostenlos und sogar ohne SIM-Karte genutzt werden, funktioniert auch
bei eingeschalteter Tastensperre und bei Wertkartenhandys auch ohne
Guthaben. Außerdem gilt er als "SOS"-Ruf und wird dadurch priorisiert
im Funknetz behandelt. Der Euronotruf hat immer Vorrang, andere
Telefongespräche können deshalb sogar abgebrochen werden. "Die
Netzabdeckung der einzelnen Betreiber ist in den Bergen sehr
unterschiedlich. In Tirol haben wir eine A1 Netzabdeckung von 98,6 %.
Dennoch ist es wichtig zu wissen, was zu tun ist, wenn es einmal
keinen Empfang gibt", ergänzt Hannes Ametsreiter.

Leichter Anstieg der Unfälle in den Bergen Tirols
"Im Jahr 2005 gab es in den österreichischen Bergen 416 Todesfälle",
präsentiert Dr. Karl Gabl, Präsident des Österreichischen Kuratoriums
für alpine Sicherheit und Alpin-Meteorologe in Innsbruck, die
Unfallstatistik. "Es sind nicht die Extremsportarten, die die meisten
Opfer fordern, sondern Breitensport wie Wandern und
Pistenschifahren." Die meisten Unfälle geschehen in den Sommermonaten
Juli, August und September. Besonders viele tödliche Unfälle hat
Tirol zu verzeichnen: Das Bundesland mit den meisten Gästen in den
Bergen musste im Jahr 2005 179 Todesopfer verzeichnen. "Gerade dieser
Anstieg der Unfälle in den Sommermonaten zeigt, dass wir Aufklärung
auf breitester Basis betreiben müssen. In den Wintermonaten hingegen
scheint die Zahl der Lawinentoten zu stagnieren. Deshalb unterstützen
wir die Initiative von mobilkom austria und binden das Thema 'Handy
am Berg' auch in unser heuriges Alpinforum Anfang November ein."

Alpin-Sportler unterstützen die Initiative von mobilkom austria
"Als Bergführer und Ausbildner hat man immer auch Vorbildwirkung.
Daher stelle ich mich gerne in den Dienst der guten Sache und helfe
dabei, die Broschüre 'Handy am Berg' bekannt zu machen", so der
Kufsteiner Extrembergsteiger, Bergführer und Mitglied im Lehrteam
Bergsteigen des Deutschen Alpenvereins, Georg Kronthaler. Das
Wichtigste bei allen Arten von Bergaktivitäten - egal ob Schifahren,
Wandern etc. - sind gute Vorbereitung und gute Kondition. Oft
passieren Unfälle, weil ungeübte Personen in ein ihnen nicht
bekanntes Gebiet fahren und sich überschätzen. Georg Kronthaler rät
auch, sich vor dem Start über die Wetter- und Lawinensituation zu
erkundigen, da ein Wetterumschwung in den Bergen sehr schnell
erhebliche Gefahr mit sich bringen kann. "Eine gute Tourenplanung,
die passende Ausrüstung und das Handy mit voll aufgeladenem Akku sind
die beste Vorbereitung," empfiehlt Georg Kronthaler.

Die wichtigsten österreichischen Notrufnummern:

Feuerwehr: 122
Polizei: 133
Rettung: 144
Alpiner Notruf: 140 (in Vorarlberg 144)
Euronotruf: 112

Informationen erhalten Interessierte auch per E-Mail:
sicherheit@mobilkom.at und im Internet auf
www.mobilkomaustria.com/sicherheit. Auch die kostenlose
Informationsbroschüre kann über diese Kontaktdaten bestellt bzw. im
Internet herunter geladen werden.

Rückfragehinweis:
mobilkom austria AG, Corporate and Internal Affairs,
Mag. Barbara Schmiedehausen,
mobil: +43 664 331 27 70, E-Mail: b.schmiedehausen@mobilkom.at

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