mobilkom austria Alpinstudie 2006:

88 % der TirolerInnen kennen alpinen Notruf nicht

Wien (OTS) - mobilkom austria Alpinstudie 2006 zeigt Tirol als vorbildliches Bundesland: 95 % der TirolerInnen haben das Handy am Berg mit dabei - Alarmierend: Nur 13 % der TirolerInnen kennen den für alpine Notfälle wichtigen Euronotruf 112 - ein Viertel der TirolerInnen hat das Handy schon einmal für einen Notfall gebraucht

"Wir haben unsere Aufklärungsoffensive bereits 2003 gestartet", erklärt Dr. Hannes Ametsreiter, Vorstand Marketing, Vertrieb und Customer Services mobilkom austria, die Initiative "Handy am Berg". "Nach erfolgreichen Aktionstagen in Bregenz, Salzburg und Innsbruck setzen wir unsere Initiative jetzt mit der Neuauflage der Broschüre 'Handy am Berg' und gezielten Informationsveranstaltungen in ganz Österreich fort," so Hannes Ametsreiter. Die Broschüren werden über zahlreiche Alpin- und Tourismusverbände in ganz Österreich verteilt und informieren über das richtige Verhalten bei einem Notfall in den Bergen sowie über die Notrufnummern.

Land Tirol investiert in Sicherheit
"Für Tirol hat der Alpin-Tourismus einen überaus hohen wirtschaftlichen Stellenwert. Ohne ausreichende Investitionen in die Sicherheit ist die Basis für einen nachhaltigen Tourismus in Tirol nicht gegeben", erklärt Landesrat Mag. Hannes Bodner. Insgesamt kam es im Jahr 2005 zu 416 tödlichen Alpinunfällen, 179 Menschen starben allein in Tirol. "Wenn durch die Informationskampagne von mobilkom austria nur ein Menschenleben mehr gerettet werden kann, weil Hilfe am richtigen Ort rasch eintreffen kann, dann hat sich das Engagement bereits gelohnt", so Landesrat Bodner.

mobilkom austria Alpinstudie 2006: Nur jeder 7. kennt Euronotruf Fast alle TirolerInnen (95 %) nehmen das Handy mit in die Berge. Damit ist Tirol knapp hinter Oberösterreich das vorbildlichste Bundesland laut der mobilkom austria Alpinstudie, die FESSEL-GfK im Frühjahr 2006 durchgeführt hat. 93 % der TirolerInnen haben mit dem Handy in den Bergen ein sicheres Gefühl - im Vergleich zum österreichischen Durchschnitt von 84 % ist das der österreichische Spitzenwert. Weniger vorbildlich ist das Wissen der TirolerInnen über die alpinen Notrufnummern: Den alpinen Notruf 140 kennen 88 % der TirolerInnen nicht und das ist trotzdem das beste Ergebnis in Österreich. 95 % aller ÖsterreicherInnen kennen die Notrufnummer 140 nicht oder nennen eine falsche Nummer. Den Euronotruf 112 kennt überhaupt nur rund jede/r siebente (13 %) Tiroler/in. In ganz Österreich ist der Euronotruf auch nur einem Fünftel der Bevölkerung bekannt.

31 % der TirolerInnen gaben in der repräsentativen Umfrage von FESSEL-GfK an, sich gar nicht zum Thema Sicherheit in den Bergen zu informieren. Als häufigste Informationsquelle gaben die TirolerInnen mit 14 % die Bergrettung an (Österreich: 4 %), dicht gefolgt vom Info-Medium Fernsehen mit 11 % (Österreich: 6 %). Das Internet als Informationsquelle nutzen dagegen nur 9 % der TirolerInnen (Österreich: 11 %).

Euronotruf 112 in den Bergen wichtig
Gerade der Euronotruf 112 ist in den Bergen sehr wichtig. "In den Bergen ist aufgrund der geografischen Gegebenheit eine vollständige Mobilfunkversorgung kaum möglich. Der Euronotruf kann durch seine Besonderheiten auch hier helfen", erklärt Hannes Ametsreiter. Gibt es bei einem alpinen Notfall keinen Empfang, kann der Handynutzer das Handy ausschalten und nach dem Wiedereinschalten statt des PIN-Codes die Nummer 112 eingeben. Bei manchen Handys entspricht das der Notruffunktion. Damit sucht sich das Handy automatisch das stärkste Funknetz. Weitere Vorteile des Euronotrufs 112, die ihn von allen anderen Nummern unterscheiden: Er kann in allen europäischen Ländern kostenlos und sogar ohne SIM-Karte genutzt werden, funktioniert auch bei eingeschalteter Tastensperre und bei Wertkartenhandys auch ohne Guthaben. Außerdem gilt er als "SOS"-Ruf und wird dadurch priorisiert im Funknetz behandelt. Der Euronotruf hat immer Vorrang, andere Telefongespräche können deshalb sogar abgebrochen werden. "Die Netzabdeckung der einzelnen Betreiber ist in den Bergen sehr unterschiedlich. In Tirol haben wir eine A1 Netzabdeckung von 98,6 %. Dennoch ist es wichtig zu wissen, was zu tun ist, wenn es einmal keinen Empfang gibt", ergänzt Hannes Ametsreiter.

Leichter Anstieg der Unfälle in den Bergen Tirols
"Im Jahr 2005 gab es in den österreichischen Bergen 416 Todesfälle", präsentiert Dr. Karl Gabl, Präsident des Österreichischen Kuratoriums für alpine Sicherheit und Alpin-Meteorologe in Innsbruck, die Unfallstatistik. "Es sind nicht die Extremsportarten, die die meisten Opfer fordern, sondern Breitensport wie Wandern und Pistenschifahren." Die meisten Unfälle geschehen in den Sommermonaten Juli, August und September. Besonders viele tödliche Unfälle hat Tirol zu verzeichnen: Das Bundesland mit den meisten Gästen in den Bergen musste im Jahr 2005 179 Todesopfer verzeichnen. "Gerade dieser Anstieg der Unfälle in den Sommermonaten zeigt, dass wir Aufklärung auf breitester Basis betreiben müssen. In den Wintermonaten hingegen scheint die Zahl der Lawinentoten zu stagnieren. Deshalb unterstützen wir die Initiative von mobilkom austria und binden das Thema 'Handy am Berg' auch in unser heuriges Alpinforum Anfang November ein."

Alpin-Sportler unterstützen die Initiative von mobilkom austria "Als Bergführer und Ausbildner hat man immer auch Vorbildwirkung. Daher stelle ich mich gerne in den Dienst der guten Sache und helfe dabei, die Broschüre 'Handy am Berg' bekannt zu machen", so der Kufsteiner Extrembergsteiger, Bergführer und Mitglied im Lehrteam Bergsteigen des Deutschen Alpenvereins, Georg Kronthaler. Das Wichtigste bei allen Arten von Bergaktivitäten - egal ob Schifahren, Wandern etc. - sind gute Vorbereitung und gute Kondition. Oft passieren Unfälle, weil ungeübte Personen in ein ihnen nicht bekanntes Gebiet fahren und sich überschätzen. Georg Kronthaler rät auch, sich vor dem Start über die Wetter- und Lawinensituation zu erkundigen, da ein Wetterumschwung in den Bergen sehr schnell erhebliche Gefahr mit sich bringen kann. "Eine gute Tourenplanung, die passende Ausrüstung und das Handy mit voll aufgeladenem Akku sind die beste Vorbereitung," empfiehlt Georg Kronthaler.

Die wichtigsten österreichischen Notrufnummern:

Feuerwehr: 122
Polizei: 133
Rettung: 144
Alpiner Notruf: 140 (in Vorarlberg 144)
Euronotruf: 112

Informationen erhalten Interessierte auch per E-Mail:
sicherheit@mobilkom.at und im Internet auf www.mobilkomaustria.com/sicherheit. Auch die kostenlose Informationsbroschüre kann über diese Kontaktdaten bestellt bzw. im Internet herunter geladen werden.

Rückfragen & Kontakt:

mobilkom austria AG, Corporate and Internal Affairs,
Mag. Barbara Schmiedehausen,
mobil: +43 664 331 27 70, E-Mail: b.schmiedehausen@mobilkom.at

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