DoRIS holt für via donau Staatspreis für Telematik

Wien (OTS) - Bei der gestrigen Gala zum ersten Staatspreis für Telematik hat sich DoRIS, das österreichische Schifffahrtsinformationssystem, als herausragende Telematiklösung behaupten können. Unter 34 eingereichten Projekten mit insgesamt 12 Nominierungen erhielt DoRIS den Sonderpreis für eine international besonders gelungene Telematiklösung. Dieser Sonderpreis wurde zusätzlich zu zwei Staatspreisen vergeben. via donau hat mit DoRIS -Donau River Information Services einen wesentlichen Beitrag bei der Entwicklung und Implementierung von Schifffahrtsinformationssystemen auf den europäischen Wasserstraßen geleistet.

"Mit DoRIS ist die Umsetzung eines großen Telematikkonzeptes gelungen, dessen Effekt positiv auf die Sicherheit und Attraktivität des Verkehrsträgers Wasserstraße wirkt", so der Juryvorsitzende Dr. Matthias Rapp in seiner Laudatio. Die Jury war sich einig, dass DoRIS großes Potenzial habe, eine Verkehrsverlagerung von der Straße auf die umweltfreundliche Wasserstraße Donau optimal zu unterstützen. "Den Sonderpreis", schloss Dr. Rapp, bekommt DoRIS "durch den starken Bezug zur Infrastruktur, sowie durch die Größe und Bedeutung des Produkts, national, wie auch international."

Der Staatspreis für Telematik wurde vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie vergeben und von Vizekanzler Hubert Gorbach im Rahmen eines Festaktes in der Wiener Börse unter Anwesenheit von mehr als 300 hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung verliehen. Mit dem Telematikpreis wurde eine Auszeichnung geschaffen, um erfolgreiche Telematikprojekte zu prämieren und die Leistungsfähigkeit österreichischer F&E-Einrichtungen und Unternehmen aufzuzeigen. Mit diesem Preis soll aber auch der Telematikstandort Österreich im internationalen Umfeld gestärkt werden.

Die Kernfunktion des Informationssystems DoRIS ist die Erfassung und Darstellung von Schiffen auf einer elektronischen Binnenschifffahrtskarte mit den wichtigsten nautischen Informationen sowie der Verkehrsregelung. DoRIS vereint moderne Informationstechnologie mit leistungsfähiger Telekommunikationsinfrastruktur und bietet sowohl Schifffahrtstreibenden als auch den behördlichen Nutzern an Land zahlreiche Services zur Unterstützung des Verkehrs- und Transportmanagements. Mithilfe einer so genannten "Push-Pull-Strategie" wurde ein Ausrüstungsprogramm für AIS-Transponder, dem Kernstück des Systems, gestartet, um die Ausstattung von Schiffen finanziell zu unterstützen. Zurzeit sind bereits mehr als 135 Schiffe mit AIS-Transpondern ausgerüstet. Die Oberste Schifffahrtsbehörde plant für 2007, kommerzielle Schiffe zu Mitnahme und Betrieb von AIS- Transpondern zu verpflichten.

Als in Österreich im Jahr 2000 die Entscheidung für die Entwicklung von DoRIS getroffen wurde, war die europäische Standardisierung von RIS - River Information Services noch im Anfangsstadium. Im Jahr 2002 wurde zunächst ein Testzentrum eingerichtet, um das entwickelte Konzept zu verifizieren. Eine intensive Erprobungsphase war schließlich die Voraussetzung für die System-Implementierung auf der gesamten österreichischen Donau, welche im März 2004 begonnen und Anfang 2006 abgeschlossen wurde. Seit dem zweiten Quartal 2006 ist DoRIS auf der gesamten österreichischen Donau im Einsatz.

In seiner Danksagung betonte Geschäftsführer Mag. Manfred Seitz die exzellente Zusammenarbeit der via donau mit den Entwicklungspartnern von DoRIS, der Obersten Schifffahrtsbehörde (OSB) unter der Leitung von DI Vorderwinkler, dem Bundesministerium für Inneres sowie die erfolgreiche Arbeit des Systemlieferanten Frequentis GmbH, der für wichtige Hard- und Softwarekomponenten verantwortlich ist.

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