VÖS: Österreichs Schweinehaltung erfolgt auf Topniveau

Unsachliche Angriffe des Vereins gegen Tierfabriken werden zurückgewiesen

Wien (AIZ) - "In einer Pressekonferenz des Vereins gegen Tierfabriken (VgT) und der Tierschutzsprecher von SPÖ, Jan Krainer, und Grünen, Brigid Weinzinger, wurde am Mittwoch die Situation in Österreichs Schweineställen regelrecht verunglimpft. Mit Worten wie Dreck, Gestank und 'horrende Zustände' versuchte man, Stimmung zu machen. Der Verband Österreichischer Schweinebauern (VÖS) wehrt sich vehement gegen diese unwahre und verallgemeinernde Darstellung der Situation in den heimischen Schweinebetrieben. Der VgT konnte auf Anfrage auch nicht klarstellen, wie die Auswahl der Betriebe und die Datenerhebung für diese sogenannte 'Studie' erfolgt ist. Dies zeigt klar, dass die Seriosität der Daten kritisch zu hinterfragen ist. Art und Zeitpunkt der Präsentation machen vielmehr klar, dass es sich hier um reine Wahlkampfpolemik auf dem Rücken der Schweinebauern handelt", zeigt sich VÖS-Obmann Josef Braunshofer empört.

Kleine Struktur und strenges Gesetz

"Tatsache ist, dass in Österreich im europäischen Vergleich eine sehr klein strukturierte Schweinehaltung vorherrscht. Während auf heimischen Betrieben laut Statistik Austria im Schnitt rund 60 Schweine gehalten werden, sind es in Dänemark weit über 1.000 und in Irland mehr als 1.200. Nach Angaben des VgT hatten die von ihnen beobachteten Betriebe einen durchschnittlichen Schweinebestand von rund 1.000 Tieren, was die Schieflage der präsentierten Daten deutlich macht", stellt Braunshofer fest.

Mit dem neuen Bundestierschutzgesetz, das SPÖ und Grüne auch mitgestaltet und mitbeschlossen hätten, habe Österreich zudem das strengste Tierschutzgesetz der EU. Eine weitere Verschärfung der Auflagen, wie sie von SPÖ und Grünen nun in den Raum gestellt wurde, würde ein massives Bauernsterben und einen beschleunigten Strukturwandel zur Folge haben, warnt der Obmann. Die Selbstversorgung mit österreichischem Schweinefleisch würde gefährdet und die Konsumenten bekämen verstärkt ausländisches Fleisch mit unbekannten Haltungsbedingungen serviert.

Hohe Tiergesundheit

"Auch die Aussage der Grünen Tierschutzsprecherin, Brigid Weinzinger, die Tiere seien mit Stresshormonen vollgepumpt, muss entschieden zurückgewiesen werden. Offenbar kennt man hier die Situation in der Praxis zu wenig", betont VÖS-Geschäftsführer Georg Mayringer. Vom Gesetzgeber seien im Tierarzneimittelkontrollgesetz sehr strenge Auflagen für die Tierarzneimittelabgabe festgelegt. Generell liege den Schweinebauern die Tiergesundheit besonders am Herzen, denn nur gesunde Tiere seien auch entsprechend leistungsfähig. "Im Tiergesundheitsdienst arbeiten die österreichischen Schweinebauern eng mit den Tierärzten zusammen. Dabei stehen gesunde Tierbestände an oberster Stelle. Bei regelmäßigen Betriebsbesuchen führt der Tierarzt eine Art Gesundenuntersuchung auf den Betrieben durch, um Krankheiten möglichst gar nicht aufkommen zu lassen. Die generelle Verabreichung von Wachstumshormonen ist in Österreich ohnehin verboten", stellt Mayringer klar.

Top Qualitätsprogramme

Ein großer Teil der Bauern arbeite zudem in Qualitätsprogrammen mit, in denen gesonderte Auflagen einzuhalten seien. "Die Qualität der Schweinehaltung reicht dabei soweit, dass Österreich eines der wenigen Länder ist, welches sein Schweinefleisch in die Schweiz liefern darf. Die Eidgenossen werden ja sehr oft auch von Tierschützern als Beispiel für besonders strenge Tierschutzauflagen genannt und achten auch bei importierten Produkten auf deren Einhaltung", gibt Braunshofer zu bedenken.

"Auch die Schweinebauern sind an einer ständigen Weiterentwicklung von Haltungsbedingungen interessiert. Dies kann aber nur im Einklang mit den Anforderungen des Marktes, auf Basis seriöser wissenschaftlicher und praktischer Erkenntnisse und im Einklang des Binnenmarktes erfolgen", unterstreicht der Obmann.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst
Tel: 01/533-18-43, pressedienst@aiz.info
http://www.aiz.info
FAX: (01) 535-04-38

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIZ0002