Schierhuber: EU fordert strengere Kennzeichnung von Bioprodukten aus Drittländern

Österreich hat in der Biolandwirtschaft EU-Vorreiterrolle inne

Straßburg, 28. September 2006 (ÖVP-PD) "Österreich ist Bio-Vorzeigeland. Immerhin 11 Prozent der heimischen Landwirte leben bereits vom Biolandbau. Das macht sich auch im Handel bemerkbar:
Der Gesamtumsatz bei Biolebensmitteln beträgt allein in Österreich über 450 Millionen Euro pro Jahr. Biolandbau ist eine großartige Produktionsalternative für Bauern - die Sympathie zu Bioprodukten mittlerweile eine Lebenseinstellung vieler Konsumenten", sagte die ÖVP-Europaabgeordnete Agnes Schierhuber in ihrer Rede zum Bericht über ökologischen Landbau und biologische Landwirtschaft und die entsprechende Kennzeichnung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse
und Lebensmittel im Europäischen Parlament in Straßburg. ****

Gerade Länder wie Österreich könnten im scharfen Konkurrenzkampf gegen die großen Agrarländer mittels einer 'Preisführerschafts-Strategie' niemals bestehen. "Wir müssen daher massiv auf Produkt- und Umweltqualität setzen. Durch striktere Kontrollen - vor allem bei Einfuhren von Bioprodukten aus Drittstaaten - können wir das Vertrauen der Konsumenten in Bioprodukte festigen und den Biosektor noch weiter ausbauen", so Schierhuber weiter. "Kontrollverfahren für Importe aus Drittländern unterliegen jedoch anderen Rahmenbedingungen als die Verfahren für die Inlandsproduktion. Daher ist nicht immer sichergestellt, dass ökologische Produkte, die mit dem EU-weit geltenden Bio-Kennzeichen auf den Markt gelangen, ohne Ausnahme nach den Prinzipien und Vorschriften der Verordnung hergestellt sind. Das soll jetzt bald der Vergangenheit angehören", freut sich Schierhuber.

Der Vorschlag der Kommission zur Änderung der geltenden Verordnung gehe prinzipiell in die richtige Richtung. "Die EU muss die Verfahren für die Anerkennung von importierten ökologischen Produkten straffen, um europaweit Einheitlichkeit bei Inspektionen und der Zertifizierung herzustellen. Eine gemeinschaftliche Datenbank über Importe, die die Namen der Importeure, der Produzenten, der Kontrollstellen sowie die Importmengen enthält, ist daher dringend notwendig. 'Doppelzertifizierungen' und Importe von konventioneller Ware unter falschem Zertifikat können somit künftig verhindert werden. Das geht aber nur, wenn die Rückverfolgbarkeit der Produkte sichergestellt ist. Österreich wird auch weiterhin daran arbeiten, das gerechtfertigte Vertrauen in Bioprodukte zu erhalten", so Schierhuber abschließend.

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(agnes.schierhuber@europarl.europa.eu) oder
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