Marketagent.com zeigt die Images der Spitzenkandidaten auf

Van der Bellen führt das Sympathie-Ranking an

Wiener Neudorf (OTS) - Wird sich die Erde weiterdrehen? Gibt es
ein Leben nach dem 1. Oktober 2006? Was wird aus unseren "Spitzenkandidaten" werden? Wie beurteilt die österreichische Bevölkerung unsere Politiker? Marketagent.com hat in Kooperation mit dem Wirtschaftsblatt 500 potenzielle Wahlentscheider zum momentan populärsten Thema Österreichs befragt.

Bei der ungestützten Frage, welche Politiker die "Spitzenkandidaten" für die Nationalratswahl am kommenden Sonntag sind, führt Wolfgang Schüssel das "Top of Mind-Ranking" mit 39,1% an. Auf Platz 2 folgt Alfred Gusenbauer mit 20,2%. Alexander van der Bellen haben lediglich 4,4% der Befragten spontan als Ersten genannt.

Spannend sind die Images der jeweiligen Kandidaten für die Nationalratswahlen. Bei dieser Frage wurden verschiedenste Eigenschaften vorgesellt, die dann an Hand einer 4-stufigen Skalierung den einzelnen Spitzenpolitikern zugeordnet wurden. Die folgenden Werte zeigen jeweils die Top-Box, also jenen Prozentwert, der nach Angaben der Befragten "voll und ganz" auf den jeweiligen Politiker zutrifft.

Wolfgang Schüssel wird von den Befragten vor allem als konservativ (33,8%), aber auch als erfolgreich (24,8%) beschrieben. Die 500 Umfrage-Teilnehmer aus dem Marketagent.com Online Access Panel meinen zusätzlich, dass der schwarze Politiker bieder (21,5%) wirkt. "Menschlich" sehen ihn nur 6,9%, obwohl dies der Werbeslogan der ÖVP im Rahmen des aktuellen Wahlkampfes ist. Die soziale Einstellung unseres Bundeskanzlers wird mit 4,4% ebenfalls eher gering eingeschätzt.

Die Attribute sozial (21,0%), engagiert (16,5%) und menschlich (12,9%) werden Alfred Gusenbauer zugeschrieben. Im Gegensatz zu Wolfgang Schüssel sehen die Befragten den roten Bundeskanzler-Anwärter jedoch nur bedingt erfolgreich (8,8%).

Ein sehr interessantes Ergebnis ergibt sich für den Spitzenkandidaten der Freiheitlichen Partei: Heinz-Christian Strache wird zwar als "engagiert" (20,8%) beschrieben, jedoch auch als "schräge" Persönlichkeit (19,6%) erlebt. Er vermittelt ein jugendliches Auftreten (19,2%), aber nur eine sehr gering ausgeprägte Verlässlichkeit (4,2%). Ein sehr ähnliches Bild zeigt sich bei Peter Westenthaler von der BZÖ, der ebenfalls mit Attributen wie "schräg" (14,6%) und "einschüchternd" (9,0%) charakterisiert wird. Die Eigenschaft "ehrlich" wird mit 1,3% nur in einem sehr geringen Ausmaß mit dem orangen Politiker in Zusammenhang gebracht.

Alexander Van der Bellen bekommt von den Befragten ein sehr gutes Image-Bild gezeichnet: er wirkt seriös (26,9%), sympathisch (23,8%) und verantwortungsbewusst (23,3%). Mirko Messner, Spitzenkandidat der KPÖ, wird als sozial (10%) und zugleich auch als schräg (9,0%) bezeichnet. Erfolg (0,6%) wird ihm nicht zugestanden. Engagiert (13,3%) und tatkräftig (10,2%) sind die Schlagwörter für Hans-Peter Martin.

Das Sympathieranking zeigt ein wirklich interessantes Bild: der Preis des "beliebtesten" österreichischen Politikers für die kommende Nationalratswahl geht an Alexander van der Bellen (46,5 von 100 möglichen Punkten). An zweiter Stelle folgt Alfred Gusenbauer mit einem Wert von 38,6. Der amtierende Bundeskanzler muss sich mit 33,3 Punkten und mit Platz drei zufrieden geben. Wer wird den vierten Rang belegen? Heinz-Christian Strache führt vor Peter Westenthaler mit 5,8 Sympathie-Punkten Differenz.

Wer würde nicht gerne bei einem Gewinnspiel eine Reise gewinnen? Bei der Frage, welchen Politiker würden Sie mit in Ihren Urlaub nehmen, schneiden unsere Politiker nicht sehr positiv ab. 49,2% würden keinen der Kandidaten mit auf Urlaub nehmen. 13,1% könnten sich vorstellen mit Alexander van der Bellen ins Grüne zu fahren. Immerhin 8,3% würden einen Urlaub mit dem Bundeskanzler Wolfgang Schüssel wagen.

Der große Wahlverlierer steht für die Probanden eindeutig fest. Die Orangen werden als der "Verlierer" (45%) bei der kommenden Nationalratswahl am Sonntag gesehen. 12,9% sind der Meinung, dass auch die Freiheitlichen eine bittere Niederlage einstecken werden.

Studiensteckbrief: Stimmungsbarometer Politik

  • Methode: Computer Assisted Web Interviews (CAWI)
  • Instrument: Online-Interviews über die Marketagent.com reSEARCH Plattform
  • Befragungszeitraum: 19.09.2006 - 26.09.2006
  • Respondenten: web-aktive ÖsterreicherInnen zw. 20 und 59 Jahren
  • Sample-Größe: n = 499 Netto-Interviews, Random Selection nach Quoten
  • Quoten: hinsichtlich Alter, Geschlecht, Ausbildungsniveau
  • Umfang: 18 offene/geschlossene Fragen
  • Studienleitung: Marketagent.com, Thomas Schwabl
  • Kontakt: t.schwabl@marketagen.com

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