PRÖLL: Positive Agrarhandelsbilanz bestätigt den Erfolg der Exportinitiative - Grafik

Bilanz der Exportinitiative zeigt starke Position Österreichs gegenüber den neuen Mitgliedsländern

Wien (OTS) - "Der österreichische Außenhandel, vor allem der Agrar- und Lebensmittelhandel, hat in den letzten Jahren einen starken Aufschwung verzeichnet. Die steigenden Exporte seit dem EU-Beitritt 1995 und die positiven Exportzahlen des ersten Halbjahres 2006 lassen eine positive Agrarhandelsbilanz von plus 50 Millionen Euro für Agrarerzeugnisse, Lebensmittel und Getränke im Jahr 2006 erwarten", freut sich Landwirtschaftsminister Josef Pröll. Bei den höher verarbeiteten Produkten wird eine positive Handelsbilanz von plus 928 Millionen Euro prognostiziert. Damit darf sich Österreich als Feinkostladen Europas mit den großen Agrarexportländern der Europäischen Union wie Frankreich, Dänemark und der Niederlande vergleichen.

Im ersten Halbjahr 2006 ist die Agrarhandelsbilanz (Zollkapitel 1-24) weltweit mit plus 182 Millionen Euro positiv, für das gesamte Jahr 2006 wird eine positive Agrarhandelsbilanz von plus 50 Millionen Euro erwartet. Mit den höher verarbeiteten Produkten (Zollkapitel 16-24) wurde von Jänner bis Juni 2006 ein noch deutlicheres Handelsbilanzplus von 561 Millionen Euro erzielt, hier wird für das gesamte Jahr 2006 eine positive Handelbilanz von 928 Millionen Euro erwartet. Die österreichischen Unternehmen werden damit bereits 2006 eine positive Agrarhandelsbilanz erwirtschaften.

Agrarerzeugnisse, höher verarbeitete Lebensmittel und Getränke (Zollkapitel 1-24) wurden 2005 weltweit um 6 Milliarden Euro exportiert. Das sind um 11,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Die diesbezüglichen Importe machen 6,2 Milliarden EUR aus. Der Großteil dieser Exporte - insgesamt 55,4 Prozent - wurde mit den Handelspartnern Deutschland (31,7 Prozent), Italien (17 Prozent) und den USA (6,7 Prozent) abgewickelt. Die Exporte in die neuen EU-Mitgliedsländer wurden mit einem Plus von 9,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutend gesteigert und betragen nun insgesamt 10,9 Prozent. Damit liegen die Exporte in die neuen EU-Mitgliedsländer bereits vor den Exporten in die Vereinigten Staaten von Amerika.

Die weltweiten Exporte von Rindfleisch betrugen 223,5 Millionen Euro im Jahr 2005 und wuchsen damit um 11,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Importe stiegen auf niedrigem Niveau auf 77,7 Millionen Euro. 2005 betrugen die weltweiten Schweinefleischexporte 269,6 Millionen Euro und wuchsen somit um 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Importe stiegen zwar um 113,4 Prozent, bleiben aber mit 205,9 Millionen Euro unter dem Wert der Exporte.

Bei den Exporten in die alten EU-Mitgliedsländer (EU 14) konnten im Jahr 2005 Steigerungen gegenüber dem Vorjahr bei Rindfleisch (plus 9,4 Prozent) und Obst (plus 18,7 Prozent) verzeichnet werden. Weiterhin stark in die EU 14 exportiert wurden im Jahr 2005 Milch und Milchprodukte mit einem Wert von 662,6 Millionen Euro. Die Exporte liegen damit auch im Jahr 2005 deutlich vor den Importen (355,5 Millionen Euro), bei denen ein Rückgang von minus 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr beobachtet wurde.

Erfreuliche Bilanz der Exportinitiative

Der agrarische Außenhandel mit den neuen EU-Mitgliedsländern entwickelt sich sehr positiv. Die Steigerungsrate im Jahr 2005 bei Agrarerzeugnissen und Lebensmitteln liegt bei den Importen bei plus 5,7 Prozent, bei den Exporten bei plus 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die österreichischen Exporte in die neuen EU-Mitgliedsländer tragen bereits mit 653 Millionen Euro oder 10,9 Prozent zu den Gesamtexporten von 6 Milliarden Euro bei.

Hohe Steigerungen beim Export in die neuen EU-Mitgliedsländer wurden im Jahr 2005 im Bereich Käse (plus 19,9 Prozent) und Fleisch (plus 68,0 Prozent) erzielt. Es gibt aber auch Steigerungen bei den Zubereitungen aus Fleisch (plus 31,7 Prozent), bei Milch und Milchprodukten (plus 111,5 Prozent), Gemüse (plus 9,6 Prozent) und bei Obst (plus 70,1 Prozent).

Zu dieser erfreulichen Handelsentwicklung hat die Exportinitiative von Lebensministerium, Wirtschaftskammer Österreich, Agrarmarkt Austria Marketing Gmbh und dem Fachverband der Lebensmittelindustrie zentral beigetragen. Drei Jahre nach Start der gemeinsamen Initiative im September 2003 und der seitdem gesetzten Schwerpunktaktivitäten in 9 mittel- und osteuropäischen Ländern wird nun eine erste Bilanz der Exportinitiative vorgelegt. So sind die Exportsteigerungen von Agrarerzeugnissen, höher verarbeiteten Lebensmitteln und Getränken in Länder, in denen im Rahmen der Exportinitiative Lebensmittelpräsentationen organisiert wurden, im Jahr 2005 mit 22,3 Prozent knapp doppelt so hoch zum Vorjahr als die Steigerungen der gesamten Agrarexporte weltweit mit plus 11,3 Prozent.

Dieser Erfolg ist den Leistungen und dem Engagement der österreichischen Unternehmer auf den neuen Hoffnungsmärkten zu verdanken. Durch diesen Einsatz hat eine breite Palette österreichischer Qualitätsprodukte den Weg in die Regale Mittel- und Osteuropas gefunden.

"Diese Erfolgsbeispiele zeigen, dass sich die österreichischen Agrar- und Lebensmittelexporte, insbesondere in die neuen Hoffnungsmärkte Mittel- und Osteuropas, erfreulich entwickelt haben. Mein Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Lebensmittelwirtschaft weiter zu stärken und mit einem ambitionierten Programm die Agrar- und Lebensmittelexporte weiter zu steigern", so Landwirtschaftsminister Josef Pröll.

Die Bilanz der Exportinitiative von Agrarerzeugnissen, Lebensmitteln und Getränken ist auf www.exportinitiative.at abrufbar.

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