Schmutzige Hände im Finanzministerium

WWF und Global 2000 protestierten gegen Finanzierung des Ilisu Staudamms

Wien. (OTS) - 28. September 2006 - Heute fand vor dem Finanzministerium eine Protestkundgebung gegen das geplante Ilisu -Staudammprojekt in der Türkei statt. Zur gleichen Zeit trafen sich im Finanzministerium Vertreter der Sozialpartner, des Wirtschafts-, Außen-, Finanz- und Lebensministeriums sowie des Bundeskanzleramts, um die finanzielle Absicherung des Ilisu-Projektes zu diskutieren. Das Ilisu Projekt ist das zur Zeit umstrittenste Staudammprojekt der Welt. Laut namhaften Wissenschaftlern und Organisationen widerspricht dieses Projekt sozialen, kulturellen und ökologischen Grundsätzen. Mit großen schmutzigen Händen, das Symbol für eine mögliche Finanzierung des Staudammprojekts, demonstrierten die Teilnehmer gegen eine mögliche finanzielle Absicherung des Projekts durch Österreich.
Die Demonstranten forderten mit Ihrer Kundgebung die Beiratsmitglieder auf, das vorliegende Projekt abzulehnen und keine finanzielle Absicherung in Aussicht zu stellen. Österreich darf kein Projekt in der Türkei fördern, dessen Durchführung bei uns absolut undenkbar wäre, sagt Ulrich Eichelmann vom WWF.
Mitarbeiter der österreichischen Kontrollbank werden nach der heutigen Sitzung vom 2. bis 6. Oktober nach Ankara reisen, um mit der Türkei über dieses Projekt zu verhandeln. Danach will der Finanzminister eine endgültige Entscheidung treffen, ob Österreich eine Haftungsübernahme für das Ilisu-Staudammprojekt übernimmt oder nicht.

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