Glawischnig: ÖVP versetzt Ökostrom mit Tarifen endgültigen Todesstoß

Neue Tarife ab 1. Oktober - Ausbaustopp bei Photovoltaik, Wind

Wien (OTS) - "Die ÖVP will dem Ausbau von Ökostromanlagen endgültig den Todesstoß versetzen", kritisiert Eva Glawischnig, stv. Bundes- und Umweltsprecherin der Grünen. Nach der katastrophalen Novelle zum Ökostromgesetz, die ÖVP und SPÖ im Mai beschlossen haben, sind nun auch die neuen Einspeisetarife für Ökostromanlagen fix, die von BM Bartenstein verordnet werden und am 1. Oktober in Kraft treten sollen. "Nachdem im neuen Ökostromgesetz die Förderlaufzeit für Ökostromanlagen bereits von 13 auf zehn Jahre verkürzt wurde, senkt die ÖVP nun auch noch die Einspeisetarife für Ökostrom", kritisiert Glawischnig.

Für Windkraftanlagen gibt’s statt bisher 7,8 Cent/kWh nur mehr 7,65 Cent. In Spanien, Deutschland, Portugal, Tschechien und Frankreich liegen die Windtarife klar über 8 Cent/kWh. "Besonders dramatisch sind die Kürzungen im Bereich Photovoltaik. Die Tarife sinken von bisher 60 Cent/kWh auf, je nach Anlagengröße, 49 bis 42 Cent/kWh. "Diese Tarife sind nicht einmal annähernd kostendeckend, das bedeutet das endgültige Aus für die Photovoltaik in Österreich", so Glawischnig.

"Vor wenigen Wochen hat Bundeskanzler Schüssel noch ein erfolgreiches Photovoltaik-Unternehmen in Oberösterreich besucht und versprochen, den Anteil der erneuerbaren Energien in Österreich bis 2020 zu verdoppeln. Jetzt stellt sich heraus, dass die ÖVP dieser Branche endgültig den Boden unter den Füssen wegzieht. Die Ankündigungen der ÖVP im Bereich erneuerbare Energien entpuppen sich somit schon vor der Wahl als leere Versprechungen", so Glawischnig.

Die Grünen wollen im Gegensatz zu ÖVP (und SPÖ) eine Energiewende und einen massiven Ausbau der erneuerbaren Energien in Österreich. "Dazu braucht es ein stark verbessertes Ökostromgesetz und angemessene Tarife", so Glawischnig. "Die ÖVP will offenbar ihre Steinzeit-Energiepolitik fortsetzen."

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