Uschi Stenzels Kleine Welt - Teil 5: Skandal um Bürgerinformationsveranstaltung

Bezirksvorsteherin Stenzel sperrt 100 kritische Bezirksbewohner aus

Wien (SPW-K) - Schreiduelle, böses Blut und frustrierte BezirksbewohnerInnen hat es Mittwoch Abend bei einer Stenzelschen Grätzelbesprechung zum Thema Rudolfsplatz gegeben. "Stenzel hat bewusst einen viel zu kleinen Raum gewählt, damit ihre Kritiker keinen Platz haben. Mit billigen Ausreden hat sie einen Wechsel der Veranstaltung in den viel größeren Sitzungssaal des Alten Rathauses abgelehnt. Zufriedenstellende Lösungen für Anrainerinnen und Anrainer sowie für Geschäftstreibenden des Rudolfsplatz-Viertels hat Stenzel freilich nicht präsentiert", beschreibt die Klubobfrau der Inneren Stadt, Mag.a Daniela Stepp die gestrige Veranstaltung. Besonders die umgedrehte Einbahn in der Gonzagagasse erhitzte die Gemüter.

"Stenzel gerierte sich wieder einmal als Alleinherrscherin des ersten Bezirks. Dabei interessiert sie weder die Meinung der Betroffenen noch die der Wirtschaft. So hat Wirtschaftskammerpräsidentin Jank bereits ein Veto gegen die umgedrehte Einbahn angekündigt - und Frau Jank steht bestimmt nicht im Verdacht, von der SPÖ beeinflusst zu sein, wie Stenzel das im übrigen ja auch von der Caritas behauptet", kritisiert Stepp die VP-Bezirksvorsteherin.

Geschäftsleute führten eine Umfrage unter knapp 2.900 Haushalten durch. Unter den Rückmeldungen waren mehr als 90 Prozent gegen die jetzige Einbahnführung. "Stenzel hat diese Umfrage freilich nicht interessiert. Sie akzeptiert offenbar nur von ihr selbst gesteuerte Umfragen. Den Geschäftsleuten gab Stenzel keine Gelegenheit, ihr die Umfrage zu übergeben!", sagt die SPÖ-Klubobfrau.

Die SPÖ-Innere Stadt fordert von Bezirksvorsteherin Stenzel, die von ihr angekündigte Bürgerberfragung bis spätestens Ende Oktober 2006 durchzuführen. Die SPÖ Innere Stadt nimmt das Angebot der Bezirksvorsteherin auf Konsens gerne an und geht davon aus, dass die Fragestellung in Zusammenarbeit mit allen im Bezirk vertretenen Fraktionen erarbeitet wird.

"Stenzel hat bei diesem Grätzeltreffen wieder einmal deutlich gezeigt, dass sie nur für ganz wenige Bezirksbewohnerinnen und Bewohner da sein will. Das Gros der Menschen, die in der Inneren Stadt leben, arbeiten oder sie besuchen, scheinen Stenzel sogar lästig zu sein. Unter dem Eindruck der gestrigen Veranstaltung bekommt der Satz in der Stenzel-Einladung einen ganz neue Bedeutung:
'Es bedarf in keiner Weise einer Aufforderung an mich, ein Grätzel-Treffen einzuberufen. Von wem auch immer.'", wundert sich die Klubobfrau der SPÖ-Innere Stadt, Mag.a Daniela Stepp über das eigenartige Demokratieverständnis von Bezirksvorsteherin Stenzel. Eine Bürgerversammlung nach § 104c der Wiener Stadtverfassung zum Rudolfsplatz, wie von der SPÖ-Innere Stadt verlangt wurde, ist übrigens noch immer nicht terminisiert. (Schluss)

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