ASFINAG: A 9 Pyhrn Autobahn: Durchschlag für zweite Röhre Lainbergtunnel

Vollbetrieb im Richtungsverkehr ab Juni 2008

St. Pankraz (OTS) - Im Februar dieses Jahres (Startschuss:
17.2.2006) begannen die Bauarbeiten für die Errichtung der 2. Röhre Lainbergtunnel im Zuge der A 9 Pyhrn Autobahn in Oberösterreich. Mit dem nunmehrigen Durchschlag sind die Vortriebsarbeiten für die Lainbergtunnel-Oströhre großteils abgeschlossen. Der Vollausbau der A 9 wird damit zügig fortgesetzt und ein weiteres Nadelöhr entschärft.

Vizekanzler und Infrastrukturminister Hubert Gorbach: "Im Vergleich zu den Jahren der großen Koalition in den 90er Jahren haben wir die Investitionen in die Infrastruktur für die Jahre 2000 bis 2014 verdoppelt. Auch in Oberösterreich läuft seit 2002 die größte Straßenbauinfrastrukturoffensive in der Geschichte des Bundeslandes. Das steigert einerseits die Mobilität und damit Lebensqualität der Bevölkerung, stellt einen massiven Impuls für die Wirtschaft dar und verbessert die Sicherheit auf Österreichs Straßen. Gerade in den kritischen Tunnelbereichen erreichen wir durch den forcierten Ausbau zweiter Röhren eine Entspannung der Situation - und dadurch retten wir Leben."

Für Oberösterreichs Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl ist der Vollausbau des Lainbergtunnels ein weiterer Schritt konsequenter Straßenbaupolitik: "Seit der Fertigstellung der Welser Westspange (A 8 Innkreis Autobahn) und dem Lückenschluss auf der A 9 zwischen Inzersdorf und St. Pankraz ist die durchgehend ausgebaute Pyhrn Autobahn eine attraktive Nord-Süd-Route. Umso wichtiger ist es, die noch halbausgebauten Teilstücke der A 9 in OÖ. ebenfalls vierspurig bzw. zweiröhrig auszubauen, um auch in Zukunft ein höchstmögliches Ausmaß an Verkehrsflüssigkeit und damit Verkehrssicherheit garantieren zu können."

Dipl.-Ing. Alois Schedl, Geschäftsführer der ASFINAG Bau Management GmbH., betont den Sicherheitsaspekt voll ausgebauter hochrangiger Straßen: "Autobahnen und Schnellstraßen sind um das Vierfache sicherer als niederrangige Straßen. Angesichts des gestiegenen Verkehrsaufkommens auf der Pyhrn Autobahn ist der Vollausbau des Lainbergtunnels und in weiterer Folge der bislang teils noch halbausgebauten Tunnelkette Klaus unabdingbar. Das bedeutet bei den Tunneln durchgehend zwei Röhren sowie im Freiland vier Fahrstreifen mit baulicher Mitteltrennung (Betonleitwand)".

Das gegenständliche rund 2,5 Kilometer lange Baulos Lainberg umfasst die Errichtung der jeweils 2. Röhren für den Lainbergtunnel (rd. 2,1 km) und den im Norden vorgelagerten Kurztunnel (knapp 200 m) sowie den Bau des 2. Tragwerkes für die rd. 100 m lange Teichlbrücke. Nach Fertigstellung der 2. Tunnelröhren werden die alten generalsaniert und dem Richtungsverkehr entsprechend angepasst.

Die neue Oströhre des Lainbergtunnels wird dem modernsten Stand der Technik und den aktuellen RVS (Richtlinien für Verkehr und Straßenbau) entsprechend ausgerüstet werden.

Die wichtigsten sicherheitstechnischen Einrichtungen:

  • Richtungsverkehr mit je einer Tunnelröhre pro Richtungsfahrbahn
  • zwei Abstellnischen
  • zwei befahrbare und fünf begehbare Querschläge im Abstand von 250 m bis 380 m
  • 17 Notrufnischen im Abstand von 112 m bis 137 m
  • Betonfahrbahndecke
  • Notruf- und Fluchtwegkennzeichnung
  • helle, freundliche, reflektierende Tunnelwand-Beschichtung (bis zu 4,5 m Höhe)
  • Einfahrts-, Durchfahrts und Notbeleuchtung
  • LED-Beleuchtung der Bordsteinkanten (beidseits der Fahrbahn)
  • Videoüberwachung des Tunnels von der Tunnelzentrale Ardning aus
  • Tunnelfunkanlage für Einsatzkräfte und für den Betrieb
  • Verkehrsfunkanlage

Die Oströhre des Lainbergtunnels wird Anfang 2008 für den Verkehr freigegeben werden. Anschließend wird die Bestandsröhre generalsaniert und dem Richtungsverkehr angepasst.

Geplante Verkehrsfreigabe im Vollbetrieb (beide Tunnelröhren):

Juni 2008

Kosten: netto rd. Euro 47 Mio. (inkl. Adaptierung der bestehenden Tunnelröhre), davon Neubau 2. Tunnelröhre und 2. Tragwerk Teichlbrücke: netto rd. Euro 40 Mio.

Die Finanzierung erfolgt aus den ASFINAG-Einnahmen aus Maut, Vignette und Lkw Road Pricing.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Anita Oberholzer, ASFINAG Pressesprecherin
Mobil: +43 (0) 664 60108 15933

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