• 28.09.2006, 10:09:24
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aktuelle Studie zeigt: Homosexuelle setzen auf Rot-Grün

PINK Marketing GmbH und Marketagent.com befragen 208 schwule Männer zu ihrer Wahl-Präferenz

Wiener Neudorf (OTS) - Wie ist das Wahlverhalten bei den
österreichischen homosexuellen Männern, die in der Alpenrepublik eine
Zielgruppe von immerhin 400.000 potenziellen Wählern ausmachen? Ist
Gleichstellung ein zwingendes Thema bei der Koalitionsbildung oder
nur eine leere Floskel? Marketagent.com hat gemeinsam mit der PINK
Marketing GmbH 208 homosexuelle Männer zu diesem Thema befragt.

Bei der Frage inwieweit die Position zur Gleichstellung von
Homosexuellen ein Thema für die persönliche Wahlentscheidung am
kommenden Sonntag ist, befinden 57,2% dieses als "sehr wichtigen" und
30,8% als "eher wichtigen" Aspekt. Anders gesprochen: knapp 9 von 10
der befragten Gays machen ihre persönliche Wahlentscheidung davon
abhängig, so Günther Moser von PINK Marketing. Spannend ist auch,
dass es speziell für die Gruppe der 40-49 Jährigen (Top-Box: 68,8%)
ein besonders wichtiger Faktor für den Urnengang darstellt.

Jene Partei, die sich "am meisten" für die Gleichstellung von
Homosexuellen einsetzt, ist mit 76% eindeutig zu erkennen: Die
Grünen. Als zweite Partei bei diesem Ranking folgt die SPÖ mit 19,7%
und mit 1,0% bilden BZÖ/FPÖ das Schlusslicht. Die ÖVP bringt es hier
auf gar keine Nennung.

Speziell wurde nachgefragt, ob die Grünen oder die SPÖ die
Gleichstellung von Homo- und Heterosexuellen zur Koalitionsbedingung
machen werden: "Auf jeden Fall" erwarten dies 12% der Respondenten
von den Grünen, aber nur 2,9% von den Sozialisten. Kurz um: Obwohl
die SPÖ sehr engagiert dieses Thema im Wahlkampf behandelt hat, sind
gerade einmal 3 von 100 Befragten der Meinung, dass die Sozialisten
die Gleichstellung als unabdingbare Voraussetzung für eine politische
Zusammenarbeit einfordern.

Als Gewinner des Politikbarometers geht eindeutig Alexander van
der Bellen mit 63,9 von maximal 100 erreichbaren Punkten hervor.
Platz zwei beim Sympathie-Ranking geht an Alfred Gusenbauer mit 41,1
Punkten auf der Beliebtheitsskala. Wolfgang Schüssel belegt den
dritten Rang mit einem Mittelwert von 23,0.

Welcher Partei nützt das Wahlbündnis des Liberalen Forums mit der
SPÖ? Die Befragten sind der Meinung, dass keine von beiden das große
Los durch diesen gemeinsamen Auftritt ziehen wird (35,6%). Immerhin
sehen 18,8% Chancen für das Liberale Forum, 14,9% glauben, dass beide
Parteien einen Mehrwert daraus ziehen können. Nur 13% der schwulen
Männer denken, dass die SPÖ in Summe mehr Stimmen mit dem Wahlbündnis
gewinnen kann.

Ein sehr spannendes Ergebnis zeigt die Frage nach dem großen
Verlierer der kommenden Nationalratswahl am Sonntag. 68,3% der
heimischen Gays sind sich einig, dass die BZÖ der Wahlverlierer sein
wird. 11,1% tippen auf die FPÖ, die Sozialdemokraten haben lediglich
6,7% auf der "Looser-Liste".

Die Koalitionsfrage zeigt ein eindeutiges Bild: die Präferenz
fällt erwartungsgemäß auf eine rot-grüne Koalition mit 49,5%. Auf dem
zweiten Platz rangiert schwarz-grün mit 23,1%. Nur 7,2% wünschen sich
wieder die traditionelle große Koalition rot-schwarz mit
sozialistischer Führung, resümiert Thomas Schwabl von
Marketagent.com.

Die klassische Sonntagsfrage unterstreicht die bisherigen
Ergebnisse: 43,8% der schwulen Österreicher werden Ihre Stimme am
kommenden Sonntag den Grünen geben. 23,6% werden für die
Sozialdemokraten stimmen, die Volkspartei wird es auf 8,7% bringen.
Die BZÖ bleibt erwartungsgemäß unter 3%.

Zusammenfassend sind die Wünsche der befragten schwulen Männer
klar: rot-grün ist führend bei der Gleichstellung und sollte die neue
Koalition bilden.

Studiensteckbrief:

- Methode: Computer Assisted Web Interviews (CAWI)
 - Instrument: Online-Interviews über die Marketagent.com reSEARCH 
   Plattform
 - Befragungszeitraum: 19.09.2006 - 26.09.2006
 - Respondenten: web-aktive schwule Männer aus Österreich
 - Sample-Größe: n = 208 Netto-Interviews
 - Umfang: 18 offene/geschlossene Fragen
 - Studienleitung: Marketagent.com, Thomas Schwabl
 - Kontakt: t.schwabl@marketagent.com

Zusätzliche Grafiken und Tabellen können Sie unter 02236 - 205 886
oder info@marketagent.com jederzeit gerne anfordern!

Anhänge zu dieser Meldung finden Sie als Verknüpfung im
AOM/Original Text Service sowie beim Aufruf der Meldung im Volltext
auf http://www.ots.at

Rückfragehinweis:
Marketagent.com online reSEARCH GmbH
Thomas Schwabl
mailto:t.schwabl@marketagent.com
tel.: +43 (0) 2236 - 205 886 - 21
mobil: +43 (0) 676 - 319 18 39

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