Viennale: Festival als Spiegel des Weltkinos

Wien (OTS) - 120 abendfüllende Filme als Kernstück des Festivals, insgesamt über 300 Produktionen aus 47 Ländern bietet vom 13. bis 25. Oktober die Viennale, deren Programm am Mittwoch Abend Dir. Hans Hurch gemeinsam mit Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny und Dir. Alexander Horwath vom Filmmuseum vorstellte. Hurch sieht die Viennale als einen, durchaus auch subjektiven, Spiegel des weltweiten Filmschaffens eines Jahres, im Festival haben die Arbeiten bekannter Regisseure ebenso Platz wie Debütanten, Kino aus allen Teilen der Welt mit spezifischen Schwerpunkten ist ebenso zu sehen wie ein Einblick in das umfangreiche heimische Filmschaffen. Die Viennale bietet wieder eine Reihe von Uraufführungen, bekannte Filmschaffende sind bei dem Festival zu Gast , Specials geben dem Programm spezielle Farben. Wie in den Vorjahren stehen für das Festival wieder die Wiener Innenstadtkinos Gartenbau, Urania, Künstlerhaus, Metro und Stadtkino zur Verfügung, eine einzigartige Kinolandschaft, deren Erhaltung der Stadt Wien zu danken sei, so Hurch, der sich bei der Stadt Wien auch als Hauptgeldgeber des Festivals, sowie bei den zahlreichen Sponsoren aus der Wirtschaft bedankte. Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny betonte, dass die Viennale Anspruch und Breitenwirkung in idealer Weise vereine und sich als großes Kulturereignis im Herbst in Wien, als cineastisches Fenster zur Welt positioniert habe. Mailath verwies auch auf das Engagement der Stadt für die Erhaltung des Gartenbaukinos.****

Eröffnet wird das Festival am 13. Oktober mit dem Film "The Queen" von Stephen Frears, den Schlusspunkt setzt am 25. Oktober Robert Altman mit "A Prairie Home Companion". Im Hauptprogramm des Festivals stehen Filme ausgewählter großer Regisseure wie Otar Iosseliani, Aki Kaurismäki, Dario Argento und Jonathan Demme ebenso auf dem Programm wie Streifen von Newcomern , die ungefähr ein Drittel des Programms ausmachen. Stark vertreten ist das asiatische Kino, Österreich hat ebenfalls eine starken Auftritt, wobei unter dem Titel "News from Home" 12 neue abendfüllende Dokumentarfilme zu sehen sind. Tributes gibt es unter dem Titel "Sister Act" für Olivia de Havilland und Joan Fontaine, wobei bekannte und weniger bekannte Filme zu sehen sind, und an Peter Whitehead, der die Ästhetik des Pop-Videos wesentlich geprägt hat. Die "Sympathy for the Devil" benannte Leiste vereinigt Musikfilme aus den Sechzigerjahren , einzigartige Dokumente dieser Zeit und von Künstlern von den Rolling Stones bis Jimi Hendrix. Als Special Programs zeigt die Viennale "Tales from the Jungle", "eine kinematographische Expedition in die Tropen" und "Nicht mehr fliehen", einen Überblick über das Schaffen des österreichischen Regisseurs Herbert Vesely, das in Bezug zum deutschen Film seiner Zeit gesetzt wird. Elfriede Jelinek gestaltet anlässlich ihres 60. Geburtstages auf Einladung der Viennale einen Kino-Tag mit einem eigenwilligen Programm, das neue Werk von Lav Diaz "Heremias" ist ein einem Special Screening zu sehen, die amerikanische Kino-Legende Kenneth Anger kommt zur Viennale zur Präsentation der ihm gewidmeten Dokumentation "Anger me" von Elio Gelmini zu Besuch und dem Avantgardisten Dominic Angerame widmet das Festival ebenfalls eine Reihe ausgewählter Beiträge. In der Veranstaltungsreihe "Working Class"gibt es Lectures, Diskussionen und Lesungen mit prominenten Teilnehmern zum Programm, das Viennale-Zentrum, in dem diese und andere Veranstaltungen stattfinden, befindet sich wieder in der Urania. Wie jedes Jahr kommt im Rahmen der Viennale der Wiener Filmpreis sowie der Fipresci Preis und der Standard Viennale-Publikumspreis zur Vergabe.

Jacques Demy und Agnès Varda ist die diesjährige Retrospektive im Filmmuseum gewidmet, die bereits am 2. Oktober beginnt und einen Monat lang das Filmschaffen der beiden großen Künstler präsentiert. Vom 17. bis 22. November bietet die Viennale mit der Filmleiste von "New Crowned Hope" ein zusätzliches Filmfestival mit den von Peter Sellars im Rahmen des Mozartjahres initiierten internationalen Filmen.

Der Vorverkauf für die Viennale beginnt am 30. September an den Vorverkaufsstellen Stubentor 1, Schottentor-Passage und Generali-Center, Mariahilfer Straße 77-79. Tickets im Internet unter http://www.viennale.at/, Tickets per Telefon: Freeline 0800 664 006. Die Karten kosten einzeln 7.50 Euro, Verbilligungen bei Abnahme von 10 bzw. 20 und mehr Tickets. Karten für die Retrospektive gibt es ausschließlich im Filmmuseum , Augustinerstraße 1. (Schluss) gab

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