Stenzel kündigt Stadtteilsbefragung an - Bürger entscheiden über Verkehrsberuhigung

Großes Interesse an Bürgerversammlung - Sicherheitsfragen im Vordergrund - Teile der Bezirks-SPÖ wollten Versammlung sprengen

Wien (OTS) - Bei der gestrigen Bürgerversammlung im Alten Rathaus kündigte Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel eine Bürgerbefragung über das Pilotprojekt "Verkehrsberuhigung im Rudolfsplatz-Viertel" an.

Die Forderung nach einer sofortigen Rücknahme der Einbahn-Umdrehung durch einen Teil der Geschäftsleute, die auf eine eigene Umfrage hinwiesen, stieß auf massiven Widerspruch von Bewohnerinnen und Bewohnern des Viertels. Bezirksvorsteherin Stenzel: "Es wäre nicht gut, wenn eine Gruppe der anderen den Willen aufzwingt. Ich lehne Zwangsbeglückung ab. Meine Intention ist, alles im Konsens mit der Mehrheit der Bewohnerinnen und Bewohner zu lösen." Der Weg dahin ist eine Stadtteilsbefragung - in Zusammenarbeit mit dem Magistrat, mit dem auch die Terminfrage koordiniert wird.

Rund 250 Besucher bei der Informationsveranstaltung

Die gestrige Bürgerversammlung im Wappensaal des Alten Rathauses zeigte, wie groß das Interesse der Bürger an Mitbestimmung und Information ist. "Aber auch, dass hier viele Altlasten da sind, die die Menschen in diesem Viertel empören. Sie haben den Eindruck, dass das Rudolfsplatz-Viertel das Stiefkind der City in den letzten Jahren war - ob es um die Bekämpfung der jugendlichen Alkohol- und Lärmszene ging, oder den Zustand des Rudolfsparkes, oder die Belastung durch den Durchzugsverkehr." Der Wappensaal war für den Andrang zu klein. Über 250 Besucher waren der Einladung gefolgt. Aus Sicherheitsgründen musste kurzfristig der Zutritt zum Saal gesperrt werden. Letztendlich konnten aber - bis auf eine ca. 30 Personen starke Gruppe - alle an der Diskussion teilnehmen, weil sie auch in den angrenzenden Räumen und Gängen Platz nehmen konnten.

Künstlich aufgepuschte Stimmung

"Der verständliche Ärger über Missstände im Rudolfsplatz-Viertel wurde von einigen Proponenten der Bezirks-SPÖ künstlich angeheizt. Ihre Intention war es eindeutig, die Veranstaltung zu sprengen und eine Diskussion unmöglich zu machen. Diese Rechnung ging aber nicht auf. Die Mehrheit der Beteiligten - Befürworter, wie auch Gegner der Verkehrsberuhigung - waren an einem demokratischen Meinungsaustausch interessiert", resümierte Bezirksvorsteherin Stenzel.

Gesamtplan für Rudolfsplatzviertel

Die Besucher der Bürgerversammlung nützten die Gelegenheit, um aus erster Hand Informationen über die Sicherheitslage im Viertel durch Generalmajor Karl Mahrer zu erfahren, ebenso wie Fragen der Stadtplanung und Visionen einer möglichen Entwicklung durch Architekten Eduard Neversal. Ein interessantes Projekt über Alkoholverbot im öffentlichen Raum präsentierte der Pressesprecher des Wiener Neustädter Bürgermeisters, Mag. Rainer Spenger. Die Bedeutung des Verkehrsberuhigungsprojektes erläuterte Ing. Gerhard Grünert von MA 46. Das zur Entlastung der angespannten Parkplatzsituation geplante Tiefgaragenprojekt Börsegasse wurde von DI Wolfgang Reichel präsentiert. Auf großes Interesse stießen auch die Ausführungen von Ing. Margit Grassinger vom Stadtgartenamt über die Planungen zur Sanierung des Rudolfsplatz-Parkes.

Kampf gegen Verwahrlosung

"Der Kampf gegen Verwahrlosung im Viertel ist eines der Hauptanliegen - sowohl von Geschäftsleuten, als auch von Bewohnern, sowie der Bezirksvorstehung. Daher wird auch eine von mir in Auftrag gegebene Studie über die Alkoholszene in diesem Viertel Aufschluss über Ursachen und Möglichkeiten ihrer Bekämpfung geben", so Stenzel. Die Studie soll von April 2007 bis November 2007 im Viertel Rudolfsplatz und Morzinplatz laufen.

Verständnis zeigte Ursula Stenzel auch für die Geschäftsleute im Viertel - und wies auf Möglichkeiten der Organisation von Einkaufsstraßenvereinen hin, um Unterstützung durch die Wirtschaftskammer lukrieren zu können.

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