Vladyka: Landesförderung für Jugendhilfe-Projekt

Junge Menschen in Österreich brauchen wieder faire Chancen

St. Pölten, (SPI) - "Das Projekt ‚Bunter Schirm’ erhält für das Jahr 2006 aus Mitteln der Arbeitnehmerförderung einen Zuschuss in der Höhe von 110.000 Euro. Damit leistet das Land Niederösterreich einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung der dramatischen Jugendarbeitslosigkeit in unserem Land", berichtet die SPNÖ-Sozialsprecherin über den Beschluss der Landesregierung. Mit Stand Ende August sind in Niederösterreich 6.509 junge Menschen bis 24 Jahren ohne Arbeit. "Auch wenn hier ein leichter Rückgang zu verzeichnen ist, darf das über die langfristige Entwicklung nicht hinwegtäuschen. Im Vergleichszeitraum des Jahres 1999 waren nur 5.100 junge Leute unter 25 ohne Job! Trotz der so oft von der Regierung betonten sinkenden Arbeitslosenzahlen sind das noch immer um 1.409 Jugendliche mehr die ohne Arbeit auf der Straße stehen als vor Antritt der Schüssel-Regierungen. Daher ist gerade in dieser Situation jede Fördermaßnahme, die hier das Land unternimmt besonders wichtig, auch wenn sie immer nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sein kann", erläutert Vladyka.****

Die Aufgabe des Projekts "Bunter Schirm" ist die vorbeugende Betreuung gefährdeter Jugendlicher in Niederösterreich. In den Jugendhelfertreffpunkten bieten vorwiegend ehrenamtliche MitarbeiterInnen den Jugendlichen Hilfestellungen bei familiären oder beruflichen Problemen an. "Die derzeit 68 Treffpunkte bieten Lernhilfe und Hausaufgabenbetreuung ebenso wie Arbeitsbegleitung und Freizeitbetreuung. Sie sind damit eine wichtige Stütze für die Jugendlichen", so Vladyka weiter. "Die Chancen der jungen Menschen in diesem Land wurden in den letzten Jahren drastisch eingeschränkt. Nicht nur, dass die Jugendarbeitslosigkeit auf einem historischen Stand ist, haben auch die Schülerinnen und Schüler mit immer mehr Problemen zu kämpfen. Die Drop-out-Rate ist beängstigend, jeder 5. Jugendliche im Alter von 15 Jahren hat Probleme mit dem Lesen, Schreiben oder Rechnen und im Bereich der Akademiker-Ausbildung rangieren wir in internationalen Vergleich gerade noch vor der Türkei. Es muss einen Kurswechsel geben, denn die jungen Menschen in Österreich verdienen wieder faire Chancen", so LAbg. Vladyka abschließend.
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