- 28.09.2006, 09:28:07
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Soforthilfe aus Österreich für Überschwemmungsopfer in Äthiopien
Österreichische Entwicklungszusammenarbeit stellt 200.000 Euro für Flutopfer bereit
Wien (OTS) - Nach heftigen Regenfällen im Juli und August sind
weite Teile Äthiopiens überflutet. Die Österreichische
Entwicklungszusammenarbeit, die seit Jahren im Norden des Landes
Entwicklungsprojekte durchführt, stellt nun 200.000 Euro zur
Soforthilfe für die Flutopfer bereit. Mit diesem Geld werden vom
Äthiopischen Roten Kreuz Lebensmittel und Haushaltsartikel verteilt,
Wasser aufbereitet und Krankheitsvorsorge betrieben. "Tausende
Menschenleben sind durch die Folgen der Flut bedroht", so
Außenministerin Ursula Plassnik. "Deshalb gilt es jetzt, schnell zu
helfen."
Von den Überschwemmungen nach wochenlangen Regenfällen sind
zahlreiche Gebiete in allen Teilen Äthiopiens betroffen, vom
äußersten Nordwesten bis in den Südosten des Landes. Bislang sind
rund 650 Tote zu beklagen, tausende Häuser wurden zerstört, Vieh und
Ackerflächen sind verloren gegangen. Laut einem Hilfsappell der
äthiopischen Regierung sind insgesamt 200.000 Menschen von den
Überschwemmungen betroffen, weitere 517.000 gelten als gefährdet. Das
genaue Ausmaß der Schäden ist derzeit noch nicht absehbar, da mit
einem Ende der Regenfälle vor Ende September nicht zu rechnen ist.
"Angesichts dieser dramatischen Situation stellt die Österreichische
Entwicklungszusammenarbeit jetzt 200.000 Euro für Soforthilfe bereit.
Wir leisten damit einen raschen und konkreten Beitrag, um in dieser
humanitären Krisensituation direkt und unbürokratisch den
notleidenden Menschen zu helfen", unterstrich Plassnik.
Die Mittel werden vom Äthiopischen Roten Kreuz für
Soforthilfe-Aktionen in der nordäthiopischen Region Amhara
eingesetzt. Dort investiert die Österreichische
Entwicklungszusammenarbeit seit Jahren in Projekte zur ländlichen
Entwicklung und Ernährungssicherung. Durch die Überflutungen haben
rund 38.000 Menschen in dieser Region ihre Häuser und ihre
Existenzgrundlage verloren. Mit der Verteilung von wichtigen
Haushaltsgütern, der Aufbereitung von Trinkwasser und Sanierung von
zerstörten Brunnen sowie durch Information über notwendige
Hygienemaßnamen soll der Ausbruch von Krankheiten verhindert und das
Überleben der Menschen gesichert werden.
Rückfragehinweis:
Außenministerium Presseabteilung Tel.: ++43 (0) 50 1150-3262, 4549, 4550 Fax: ++43 (0) 50 1159-213 mailto:abti3@bmaa.gv.at http://www.aussenministerium.at
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