Heizen mit Holz nach wie vor wirtschaftlich unschlagbar

Trotz leicht gesunkener Ölpreise ist die Bioenergie langfristig am wirtschaftlichsten und in punkto Umwelt und Klima unerreicht

Wien (OTS) - "Auch wenn die Pelletspreise in den letzten Monaten unerwartet hoch gestiegen sind, liegen sie im Vergleich mit Heizöl immer noch um 20 Prozent billiger", erklärt der Vorsitzende des Österreichischen Biomasse-Verbandes Dr. Heinz Kopetz. Doch es geht um weit mehr als Preisvergleiche.

Die Medienberichte der vergangenen Wochen und Monate verdeutlichen einmal mehr die wachsende Sorge um unser größtes Problem: Der weltweit stattfindende Klimawandel. Seit 2002 wird international jedes Jahr zum "Jahr der größten Naturkatastrophen" erklärt. Anfang 2007 wird von den Vereinten Nationen ein Klimabericht veröffentlicht, der bereits jetzt die beunruhigenden Prognosen aus 2001 nicht nur bestätigt, sondern die Klimaveränderung noch wesentlich dramatischer erscheinen lässt.
Unter den Klimawissenschaftern herrscht seit geraumer Zeit Konsens darüber, dass der Hauptgrund der raschen Klimaerwärmung der CO2-Ausstoß ist, verursacht durch das Verbrennen fossiler Energieträger, wie Erdöl, Erdgas oder Kohle. Daher ist ein rascher Umstieg auf erneuerbare Energien verbunden mit Energieeffizienz-Steigerung für eine nachhaltige Energiepolitik dringend notwendig.
Biomasse spielt dabei eine entscheidende Schlüsselrolle.

Energie aus Biomasse ist im Gegensatz zu Öl und Gas CO2-neutral, schafft Arbeitplätze in Österreich und hat positive Effekte für die heimische Wirtschaft

Immer mehr Haushalte in Österreich steigen auf moderne Pellets-und Hackschnitzelheizungen um. Holz verbrennt CO2-neutral, wächst nach und bleibt als heimischer Rohstoff günstig. Darüber hinaus eröffnet die Bioenergie enorme Chancen für die österreichische Wirtschaft. Die Ökoenergie-Branche beschäftigt heute mehr als 30.000 Menschen. Im Jahr 2005 verdoppelten die meisten Kesselerzeuger in Österreich ihre Umsätze; 70% der Produktion werden exportiert.

Die Vorteile einer modernen Holzheizung in Zahlen: Eine vergleichbare Ölheizung emittiert 5.400 kg CO2 pro Jahr, eine Gasheizung 3.800 kg CO2 jährlich und eine Holzheizung emittiert, weil CO2-neutral, 0 kg CO2.

"In Österreich sind rund 400.000 alte Ölheizungen sanierungsreif. Eine Umstellung auf Bioenergie würde mehr als zwei Mio. Tonnen CO2 einsparen und damit wesentlich zur Erfüllung des Kyoto-Protokolls beitragen", ergänzt Dr. Heinz Kopetz. Nicht zu vergessen wären dann Strafzahlungen, die bei Nichterfüllung des Kyoto-Ziels letztlich auf den Steuerzahler zukämen.

Der Ölpreis unterliegt seit Jahren großen Schwankungen. Der Österreichische Biomasse-Verband fordert daher eine höhere Abgabenquote auf Heizöl.

"Italien, Schweden und Dänemark machen es vor", erklärt Heinz Kopetz. "Eine höhere Abgabenquote auf Heizöl könnte die starken Preisschwankungen an den Ölmärkten teilweise ausgleichen", so Kopetz. "damit würde verhindert, daß Kunden - durch kurzfristig fallende Ölpreise verunsichert - letztendlich doch nicht auf eine moderne Biomasse-Heizung umsteigen."

Daß eine höhere Abgabenquote auf Mineralöle Kernthema der Österreichischen Klimapolitik sein muß, steht für Dr. Kopetz außer Zweifel. "Die Mehreinnahmen aus der höheren Heizölabgabe sollen in Zukunft vorwiegend dazu dienen, die Lohnnebenkosten zu senken und den Faktor Arbeit zu entlasten", schließt der Vorsitzende des Österreichischen Biomasse-Verbandes.

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