Kärnten Werbung muss "Azzurri-Connection" beenden

Wo versickern die Steuermillionen für die angebliche EM-Bewerbung?

Klagenfurt (OTS) - Einen sofortigen Ausstieg der Kärnten Werbung aus den fragwürdigen Werbeverträ-gen rund um die italienische Fußball-Nationalmannschaft fordert WK-Präsident Franz Pacher. Er sieht die Kritik der WK durch die jüngsten Aufdeckungen der "Kleinen Zeitung" voll bestätigt: "Hier scheinen Millionen an Steuermitteln in dubi-osen Kanälen zu verschwinden, weil die Kärnten Werbung keine professionelle Ar-beit zustande bringt." Über Aufforderung der Wirtschaftskammer habe die Kärnten Werbung zwar die Italien-Verträge vorgelegt, aber nicht die letztgültige Fassung, wie Landeshauptmann Haider und Geschäftsführer Bilgram in der Generalversamm-lung selbst zugegeben hätten. Pacher: "Haider und Bilgram haben die Wirtschafts-kammer als Miteigentümer der Kärnten Werbung vorsätzlich falsch informiert."

Pacher fordert nun eine sofortige Offenlegung aller Verträge in ihrer letztgültigen Endfassung und einen Zahlungsstopp: "Es ist ein Skandal, dass die Kärnten Werbung acht Monate lang Geld an eine nicht mehr existente Gesellschaft überwiesen hat. Ich verlange restlose Aufklärung darüber, was mit dem Geld der Kärntner Touristi-ker geschehen ist." Weiters fordert Pacher den kompletten Ausstieg aus der "Azzurri-Connection": "Die Vertrauensbasis besteht nicht mehr. Der Vertrag des Herrn Garofalo mit dem italienischen Fußballverband läuft ohnehin Ende 2006 aus, dann steht Kärnten mit seinen amateurhaften Verträgen mehr denn je im Regen." Der Kärnten Werbung wirft Pacher vor, auf einem touristischen Hoffnungsmarkt für Kärnten an der eigenen Unprofessionalität und Arroganz gescheitert zu sein:
"Die Österreich Werbung hatte Kärnten eingeladen, kostenlos ihr Büro in Mailand mitzu-benutzen − aber das war den selbsternannten Experten der Kärnten Werbung of-fenbar nicht gut genug. Nach dem Auffliegen des Skandals rund um den illustren Dottore stellt sich die Frage: Warum?"

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