Grüne Wien: Nordautobahn schadet der Stadt Wien

Maresch: Finanzierung auf Kosten späterer Generationen

Wien (OTS) - Als richtigen Schritt beurteilt der Umweltsprecher
der Grünen Wien, Rüdiger Maresch, den heutigen Baustopp der Nordautobahn durch das Bundesvergabeamt. "Diese Entscheidung gibt allen Beteiligten nun die Chance, das Gesamtprojekt zu überdenken", stellt Maresch klar: "Zusätzliche lokale Umfahrungen helfen den Ortschaften im Weinviertel sicher mehr als der Bau einer Autobahn."

"Das ganze Theater um die PPP-Finanzierung der Nordautobahn ist in hohem Maße undurchschaubar und kostet dem Steuerzahler insgesamt mehr als eine Finanzierung aus dem Budget", erklärt Maresch. Mit dieser Art der Finanzierung werden die Budgets von Asfinag und Bund kurzfristig entlastet, spätere Generationen werden dafür aber die Zeche bezahlen müssen. Im Generalverkehrsplan 2002 werden die Kosten für die Nordautobahn noch mit 349 Millionen Euro angegeben, inzwischen liegen sie bereits bei 850 Millionen Euro. "Diese horrenden Summen sind verkehrspolitisch kontraproduktiv und sollten lieber in den Ausbau des öffentlichen Verkehrs gesteckt werden, oder in das Bildungs- oder Sozialsystem", fordert Maresch.

Die Nordautobahn hätte zwei Haupt-Nachteile gehabt: Es werden noch mehr PendlerInnen mit dem Auto nach Wien fahren statt mit der Schnellbahn. Außerdem würde der internationale Transitverkehr von Nord- nach Südeuropa, der derzeit großteils die Autobahn Brünn-Bratislava benutzt, durch den Bau der Nordautobahn angelockt werden. "Ich verstehe nicht, warum die Wiener Stadtregierung diesen Transitmagneten begrüßt", betont Maresch abschließend.

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