Pirklhuber: BM Pröll will Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen kürzen

Grüne fordern Biodiversitätsschutz statt Intensivierung in der Landwirtschaft

Wien (OTS) - "Die zusätzlichen 700 Millionen Euro, die in den Jahren 2007 bis 2013 von der EU für die ländliche Entwicklung in Österreich zur Verfügung stehen werden, müssen für die Agrarumwelt-(ÖPUL) und für Naturschutzmaßnahmen genützt und nicht, wie von BM Pröll vorgesehen, in Investitionsmaßnahmen gesteckt werden, die hauptsächlich größeren Betrieben oder umweltbelastenden Projekten zugute kommen", fordert der Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber.

Der grüne Landwirtschaftssprecher weist darauf hin, dass im Zeitraum 2007 bis 2013 insgesamt 7,8 Mrd. Euro (3,9 Mrd. Euro von der EU und weitere 3,9 Mrd. Euro durch die nationale Kofinanzierung) für die Ländliche Entwicklung zu vergeben sind. Das neue Programm sei die wichtigste Finanzierungsquelle für die Naturschutzmaßnahmen und eine einmalige Chance für Biodiversitätsschutz, Biolandbau und Gentechnikfreiheit, die weder vom BM Pröll noch von diversen ÖVP-Naturschutzlandesräten vergeben werden darf, so Pirklhuber. Die steuerzahlende Bevölkerung hat ein Anrecht auf eine umweltschonende Bewirtschaftung und auch die Bäuerinnen und Bauern haben starkes Interesse, ihre Flächen naturschutzkonform zu bewirtschaften.

"BM Pröll hat es zu verantworten, wenn gewünschte Naturschutz-Verträge abgelehnt werden müssen und Österreich seinen Verpflichtungen, die Natura 2000-Gebiete in einem guten Zustand zu erhalten, nicht nachkommt, weil er in diesem Bereich kürzen will, obwohl die Mittel insgesamt erhöht wurden", so Pirkluber. Die Warnungen des WWF, dass die Artenvielfalt in Österreich abnimmt, die Rote Liste gefährdeter Vögel immer länger wird und das Grünland zurückgeht, sind mehr als alarmierend.

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