Aktienrechtliche Sonderprüfung bei Telekom Austria notwendig und überfällig!

OÖ. Landesrat Dr. Hermann Kepplinger zu Mobiltel-Deal: Höchst fragwürdig!

Linz (OTS) - Neben der ungeklärten Rolle des noch amtierenden Bundeskanzlers (siehe Profil-Artikel Bulgarienreise 2003) ist auch das Agieren der Telekom Austria bei den Transaktionen rund um den bulgarischen Mobilfunkbetreiber Mobiltel höchst fragwürdig.
Einem gestrigen Artikel im Wirtschaftsblatt zu Folge hat das Konsortium um Martin Schlaff, dem auch die BAWAG als Beteiligte und Financier sowie Ex-ÖVP-Chef Josef Taus angehörten, beim Kauf der Mobiltel im März 2002 mit 680 Millionen Dollar "...weniger hingeblättert als bisher bekannt..." war.
Wesentlich mehr, nämlich 1,6 Milliarden Euro hat die Telekom Austria dann im Jahr 2005 für die Übernahme der Mobiltel bezahlt "...obwohl ihr die Mobiltel zuvor billiger angeboten worden war." wie das Wirtschaftsblatt berichtet.
Warum die Telekom Austria als Mobiltel-Interessent nicht bereits im Jahr 2002 zugeschlagen hat sondern 2005 einen verglichen zum März 2002 um 106 % höheren Kaufpreis (Basis Euro/Dollar Kurs März 2002) akzeptiert hat ist mehr als fragwürdig.
Landesrat Kepplinger:
"Offensichtlich wurde beim Mobiltel-Erwerb durch Telekom Austria in nicht nachvollziehbarer Weise und zum Nachteil der Telekom agiert. Es besteht der begründete Verdacht, dass damit die Aktionäre, unter ihnen die ÖIAG bzw. die Republik, geschädigt wurden. Ich fordere daher die ÖIAG im Interesse der österreichischen Steuerzahler auf, diese offensichtlichen Managementfehler eingehend zu prüfen und kann außerdem die Kleinanleger nur ermuntern, eine aktienrechtliche Sonderprüfung durchzusetzen."

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