"Nimm Dir das Beste!": Pilotprojekt in Sachen Nahversorgung und Vermarktung bäuerlicher Produkte

Handelsobmann Lemler: "Das auf Initiative der Bundessparte Handel in der Steiermark gestartete Pilotprojekt soll Vorbild für ganz Österreich sein"

Wien (PWK635) - Schmankerl-Ecken, in den Regalen nur "Gutes vom Bauernhof", also Produkte vom Bauern aus der jeweiligen Region - das soll es bis spätestens Ende des kommenden Jahres bereits in den Geschäften von mehr als 100 steirischen Nahversorgern geben. Das ist das Ziel der neuen Nahversorgungs-Kampagne "Nimm Dir das Beste!", die von der Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) mit Obmann Erich Lemler an der Spitze initiiert wurde. Der Startschuss dazu ist heute im steirischen Ort Kumberg gefallen. Bei der Aktion, die unter der Schirmherrschaft von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein und Landwirtschaftsminister Josef Pröll steht, rücken Wirtschaft und Landwirtschaft näher zusammen - und beide Seiten profitieren davon. Der dritte große Gewinner im Bunde ist der Kunde, der die bäuerlichen Spezialitäten direkt beim Nahversorger einkauft. Das heute in der Steiermark gestartete Pilotprojekt soll Vorbild für ganz Österreich sein.

Etwa 400 landwirtschaftliche Betriebe in der Steiermark erfüllen die Kriterien, um das Qualitätssiegel "Gutes vom Bauernhof" führen zu dürfen. Volle Regale garantiert ein neues Logistik-System im Hintergrund, das einen Grundstock an bäuerlichen Schmankerln zur Verfügung stellt. Dazu kommen weiters regionale Spezialitäten, über deren Aufnahme ins Sortiment der Kaufmann selbst entscheidet.

"Diese Vernetzung von Wirtschaft und Landwirtschaft ist ein einzigartiges Projekt", freut sich der steirische Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann, der in Kumberg weiters hervorhob: "In der kürzlich vom Landtag einstimmig beschlossenen neuen Wirtschaftsstrategie des Landes Steiermark ist festgehalten, dass die Nahversorgung durch Best Practice-Beispiele gestärkt werden soll. Dieses Projekt ist bereits ein solches Beispiel und zeigt, wie Innovation auch in der Nahversorgung möglich ist."

Für die steirischen Landwirte ist dieser Weg der Direktvermarktung eine einmalige Chance, sagt Gerhard Wlodkowski, Präsident der steirischen Landwirtschaftskammer: "Die Qualität bäuerlicher Produkte ist unbestritten hoch. Die Bauern geben dieses positive Image an den Handel weiter. Durch die laufenden Kontrollen der Qualitätsstandards ist außerdem gewährleistet, dass diese hohen Standards auch in Zukunft eingehalten und sogar noch weiter verbessert werden."

Die Kampagne "Nimm Dir das Beste!" wird von einem umfassenden Werbekonzept begleitet. Im Umkreis jener Nahversorger, die eine "Schmankerl-Abteilung" in ihrem Geschäft eingerichtet haben, sind 24-Bogen-Plakate mit einem Hinweis darauf zu sehen. "Ausserdem schalten wir Inserate in Regionalmedien und und informieren über einen professionellen Internetauftritt", erklärt Handelsobmann Lemler. In den Geschäften selber werden die Schmankerl-Abteilungen extra gekennzeichnet und mit Sicherheit nicht zu übersehen sein. Die Errichtungskosten für Verkaufsflächen für "Gutes vom Bauernhof" liegen bei etwa 10.000 Euro pro Handelsbetrieb und sind teilweise durch Förderungen gedeckt.

"Bis Ende 2007 soll die Zahl der Nahversorger mit dieser Schmankerl-Abteilung mehr als 100 betragen", wünscht sich der Handelsobmann. Gleichzeitig erhofft er sich durch die Beteiligung an "Nimm Dir das Beste!" eine Steigerung des Umsatzes von monatlich derzeit dreitausend auf fünftausend Euro pro Geschäft. "Das Idealziel ist eine Ausdehnung dieser Direktvermarktungs-Initiative auf ganz Österreich", so Lemler abschließend. (JR)

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