ARBÖ: Seit Februar 2000 sind Autokosten um 21,6 Prozent gestiegen

Seit April 2004 ständig auf Überholspur - Im August zogen Preise für Ersatzlampen an

Wien (OTS) - Zwischen Februar 2000 und August 2006 sind die Autokosten in Österreich um 21,6 Prozent gestiegen, rechnet der ARBÖ anhand der aktuellsten Zahlen der Austria Statistik vor. "Auffallend ist, dass die Autokosten seit April 2004 stets die allgemeine Teuerung überholen- Monat für Monat, in ununterbrochenen Reihenfolge", so ARBÖ-Präsident KR Dr. Heinz Hofer.

Ein Teil dieser Teuerungen sind "hausgemacht" und kam durch höhere Steuern und Gebühren zustande, die einmalig beschlossen wurden, aber nachhaltig wirken. So kam es, dass die von Pkw und Lkw-Fahrern geleisteten Steuern und Abgaben zwischen 2000 und 2006 von 8,6 auf 11,7 Milliarden Euro zulegten, um 36 Prozent.. Seit Mitte 2000 wurde die motorbezogene Versicherungsteuer erhöht, die sich jedes Mal beim Zahlen der Versicherungsprämie auswirkt. Seit 2001 wurde der Vignettenpreis verdoppelt, die jedes Jahr zu berappen ist. Seit 2004 wurden wegen der Entschwefelung der Treibstoffe die Mineralölsteuer auf Benzin und Diesel erhöht, die Autofahrer bei jedem Tanken zu spüren bekommen. Seit Mitte 2005 wurde die Strafsteuer für neue Diesel-Fahrzeuge ohne Partikelfilter eingeführt und seit Oktober 2005 die Zumischung von Biodiesel aus Rapsöl zu herkömmlichem Diesel.

Auch jetzt im August ließen die Autokosten mit einer Steigerung um 2,8 Prozent wieder die allgemeine Teuerung von 2,2 Prozent hinter sich. Preistreibend waren einmal mehr die Treibstoffe mit +9,9 bei Superbenzin 95 und 7,4 Prozent bei Diesel. Auch die miesen August-Temperaturen bekamen die Autofahrer zu spüren:
Scheibenfrostschutz machte einen kräftigen Preissprung um 37,7 Prozent. Als nächstes kommen die Preissteigerungen für Autoersatzlampen, die um stolze 7,5 Prozent zulegten. An Zufälle zu glauben fällt schwer. Denn seit Mitte April wird bestraft, wer tagsüber beim Autofahren ohne Licht erwischt wird. Viel teurer wurden Reifen- und Ölservice (+5,3 bzw. 4,6 Prozent) und Motoröl (+ 4 Prozent). Überdurchschnittlich angezogen haben die Kosten für Kfz-Spengler (4,8 Prozent), Kfz-Mechaniker (4,2 Prozent) und die Kfz-Elektrikerstunde (+3 Prozent) Der positive Abwärtstrend bei den Versicherungen (-4 Prozent bei Haftpflicht , -11,7 Prozent bei Teilkasko) hält ebenso an wie bei den Parkgaragen (-2,3 Prozent). (Die Entwicklung von Autokosten und allgemeiner Teuerung seit April 2004, siehe www.arboe.at)

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