"Konsument"-Analyse: Spar- und Girokonten für Jugendliche

Kaum Zinsen für junge Sparer. Vorsicht bei Kontoüberziehungen.

Wien (OTS) - Junge Konsumenten zwischen 10 und 20 Jahren verfügen hierzulande über rund 570 Millionen Euro im Jahr. Kein Wunder, dass die Geldinstitute mit speziellen Angeboten um die jüngsten Kunden buhlen. Das Testmagazin "Konsument" hat Spar- und Girokonten für Jugendliche unter die Lupe genommen. Die gute Nachricht für den Nachwuchs: Bei den Girokonten gibt es meist keine oder nur geringe Spesen. Die schlechte Nachricht: Die Sparzinsen bei Anlageprodukten sind äußerst mickrig.

Der Umgang mit Geld muss gelernt sein. Das zeigt auch eine Untersuchung der Schuldnerberatung Oberösterreich: Mehr als ein Fünftel der Klienten sind jünger als 25 Jahre. Vor allem das schnelle Geld mit der Plastikkarte erweist sich als tückisch. Banken helfen hier nur ansatzweise, etwa durch die Vereinbarung von Limits und das Verhindern von Überziehungen durch technische Sperren. "Umfasst das Konto auch eine Bankomatkarte, müssen die Eltern oft schriftlich erklären, dass sie für Überziehungen gerade stehen", informiert "Konsument"-Finanzexperte Bernd Lausecker. Prinzipiell sollten Jugendliche ihr Konto nicht überziehen können. Aus technischen Gründen - wenn etwa die Bankomat-Kasse nicht mit der Zentrale verbunden ist - kann es jedoch dazu kommen. Bei der "Bank Austria-Creditanstalt" fallen dann Sollzinsen (0,975 Prozent) an -obwohl Überziehungen nach offiziellen Aussagen der Bank gar nicht möglich sind.

Spitzenreiter in puncto Verzinsung bei den Girokonten ist das "Taschengeldkonto" der "Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien" mit 2,375 Prozent Zinsen. Mit 0,5 Prozent bietet die "Bank Austria-Creditanstalt" die niedrigsten Zinsen für über 14-Jährige. Dafür hat sie allerdings die meisten Zusatzleistungen im Programm. Geldinstitute bieten nämlich heutzutage mehr als nur klassische Bankprodukte: Bei den meisten Spar- und Girokonten sind Clubmitgliedschaften, Gutscheine oder Rabatte inkludiert.

Wenig berauschend sind die Zinsen bei den Anlageprodukten für Kinder: Die Bandbreite reicht von 1,5 Prozent ("Erste Bank") bis 2,625 Prozent ("Bawag P.S.K."). "Wer sparen möchte, kann bei anderen, längerfristigen Sparprodukten deutlich mehr erhalten", erklärt Lausecker. Um dem Kind einen finanziellen Polster zu schaffen, sollten auch andere Anlageformen wie Kapitalsparbücher oder "Bausparer" in Betracht gezogen werden.

Eine Übersicht der angebotenen Spar- und Girokonten für Jugendliche gibt es im aktuellen Oktober-"Konsument" zum Nachlesen sowie auf www.konsument.at

Rückfragen & Kontakt:

Testmagazin "Konsument"
Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Sabine Burghart
Tel.: 01/58877 - 256
E-Mail: sburghart@vki.or.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKI0001