Strache: Justizministerin Gastinger ist aufgefordert "auszupacken"!

Rücktritt knapp vor der NR-Wahl, kaum auf Einsicht zurückzuführen!

Wien, 26-09-2006 (OTS) - "Zwar wird auch die Justizministerin
Karin Gastinger, wie jetzt bereits ihr Mentor Jörg Haider, eines Tages erfahren, daß die ÖVP den Verrat, aber nicht den Verräter liebt, dennoch", so der FP-Bundesparteiobmann HC Strache, "ist es äußerst unwahrscheinlich, daß es nur das "Klimpern mit den 30 Silberlingen aus dem schwarzen Sack" war, was die Spitzen-Kandidatin des BZÖ-Steiermark, Karin Gastinger, bewog, nur wenige Tage vor der Nationalratswahlen das BZÖ fluchtartig zu verlassen. Vielmehr, meinte Strache, werde er den Verdacht nicht los, daß Jörg Haider oder einer seiner Handlanger Druck auf die Justizministerin ausgeübt haben könnten, Unterlagen der Justiz aus den BAWAG-Ermittlungen herauszurücken, um diese als Strohhalm dem ertrinkenden Haider zuzustecken. Ein Indiz dafür scheine ihm die Pressekonferenz Jörg Haiders vom 20. September 2006 zu sein, in der Haider eine Überweisungsbestätigung an die Firma "Galonia Etablissement" (sic! Siehe: OTS0299 v. 20.9.2006) vorlag, die er "gefunden" haben will.

"Was steckt nun", so fragt sich HC Strache, "hinter dem Rücktritt der Frau Ministerin Gastinger tatsächlich? So verständlich die Fahnenflucht vor den orangen Marodeuren auch sein mag, Frau Gastinger hat nun die Gelegenheit zu erklären, ob es Druck auf ihre Person, ihr Kabinett oder andere Angehörige der Justiz gab, Unterlagen aus den BAWAG-Ermittlungen in Richtung BZÖ sickern zu lassen. Wenn dem so gewesen sein sollte, stellt sich auch die Frage, ob bereits Justiz-Unterlagen in die Hände Jörg Haiders gespielt wurden und wer dafür verantwortlich ist. Hat in diesem Falle Frau Minister Gastinger die Notbremse gezogen, oder wurde es vielleicht der ÖVP, welche offenbar nicht an einer restlosen Aufklärung des BAWAG-Skandals interessiert ist, einfach zuviel? Die Beantwortung dieser beunruhigenden Fragen", so HC Strache, "ist das mindeste, was eine Ministerin, die so kurz vor den Wahlen aus ihrer Partei flüchtet, in den kommenden Stunden den Österreichern schuldig ist!"
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