"Nestroy"-Gala am 25. November in der "Josefstadt"

Preis für Lebenswerk an Walter Schmidinger

Wien (OTS) - Die diesjährige "Nestroy"-Gala findet am Samstag, 25. November, im Theater in der Josefstadt statt und wird wieder am gleichen Abend zeitversetzt im ORF übertragen. Alfred Dorfer verfasst das Buch zur diesjährigen, der siebenten Nestroy-Preisverleihung, als Moderatoren fungieren die Doppelpack-Preisträger des Jahres 2005, Michael Maertens und Nicholas Ofczarek, die auch heuer wieder für den "besten Schauspieler" genannt sind. Fest stehen bereits die Preise für das Lebenswerk an Walter Schmidinger, für das beste Stück an Gert Jonke für "Die versunkene Kathedrale", für die beste "Off"-Produktion an das Projekttheater Vorarlberg für "How much, Schatzi" von H. C. Artmann sowie der Spezialpreis, der an Dietmar Pflegerl für sein fünfzehnjähriges Wirken als Intendant am Klagenfurter Stadttheater geht. Unter den nominierten Produktionen sticht Nestroys "Höllenangst" mit vier Nennungen besonders hervor.

Mailath-Pokorny: Drei Millionen BesucherInnen jährlich in Wiener Theatern

Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny, der am Dienstag gemeinsam mit Josefstadt-Hausherr Herbert Föttinger, Jury-Vorsitzender Karin Kathrein und den Vertretern des ORF und des Generalsponsors Österreichische Lotterien über die Gala und die Nominierungen informierte, verwies auf die Bedeutung des Theaters für Wien. Drei Millionen Besucher verzeichnen die Wiener Bühnen jährlich, Bund und Stadt Wien fördern die Theater mit über 200 Millionen Euro. Mit der Nennung für Toxic Dreams im dietheater Künstlerhaus für die beste Ausstattung zeige sich auch der Erfolg der Förderungsmaßnahmen in diesem Bereich. Off-Theater und Tanz werden in Wien mit rund 23 Millionen Euro gefördert, was einem Drittel der Wiener Theaterförderung entspricht und weit über vergleichbaren Städten liegt. Die Josefstadt sei von ihrer Tradition her ein ideales Haus für die Gala, so Mailath und auch Dir. Föttinger, der auf eine Reihe von Bezügen verwies. Nestroy hat hier zum ersten Mal 1829 sein Publikum begeistert, das Haus verfügt über eine große Tradition der Nestroy-Pfege mit Schauspielern von Moser bis Muliar. Und mit dem Erfolg von Turrinis "Mein Nestroy" hat das Theater dem Autor zu Saisonbeginn eine kritische wie liebevolle Referenz erwiesen.

Die Nominierungen

Prominente Namen stehen wieder auf der Liste der Nominierungen, aus denen am 25. November die Preisträger präsentiert werden. In der Kategorie "Beste deutschsprachige Aufführung" stehen "dunkel lockende Welt" von Händl Klaus , Inszenierung Sebastian Nübling, Kammerspiele München, "Hedda Gabler" von Ibsen, Inszenierung Thomas Ostermeier, Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin, und "Höllenangst" von Johann Nestroy, Inszenierung Martin Kusej, Salzburger Festspiele/Burgtheater, zur Auswahl. Die Genannten für die beste Regie: Karin Beier für "Kleinbürger" von Maxim Gorki im Akademietheater, David Bösch für "Viel Lärm um nichts" von Shakespeare, Salzburger Festspiele/Thalia Theater Hamburg und Christiane Pohle für "Die versunkene Kathedrale" von Gert Jonke am Akademietheater. Um die beste Ausstattung geht es zwischen Katrin Brack für "Tartuffe" von Moliere bei den Salzburger Festspielen/Thalia Theater Hamburg, Lena Kvadrat für die Kostüme in "The Lady in de Tutti Frutti Hat" von Yosi Wanunu, Toxic Dreams im dietheater Künstlerhaus und Martin Zehetgruber für "Höllenangst" von Nestroy. Edith Clever als Die ältere Frau in Jon Fosses "Schlaf" im Akademietheater, Judith Hofmann als Beatrice in "Viel Lärm um Nichts" von Shakespeare bei den Salzburger Festspielen und Christiane von Poelnitz als Tatjana in Gorkis "Kleinbürger" im Akademietheater sind die Nominierten für die beste Schauspielerin. Als bester Schauspieler sind Michael Maertens als Mortimer in John Kesselrings "Arsen und Spitzenhäubchen" im Akademietheater, Joachim Meyerhoff für seine Gesamtleistung der Saison 05/06 am Burg/Akademietheater und Nicholas Ofczarek als Wendelin in Nestroys "Höllenangst" genannt. Dietmar König als Oberarzt in Jonkes "Die versunkene Kathedrale" im Akademietheater, Caroline Peters als Rosalie in Nestroys "Höllenangst" und Gertrud Roll als Gräfin in Turrinis "Bei Einbruch der Dunkelheit" im Stadttheater Klagenfurt stehen für die beste Nebenrolle zur Auswahl. Die Kandidaten für den besten Nachwuchs:
Nuran David Calis für seine Inszenierung der "Räuber" von Schiller im Volkstheater, Florian Carove als Gwendolen in Wildes "Bunbury" in der Josefstadt und Silvia Meisterle als Miranda im Alan Ayckbourns "Miranda im Spiegelland" im Theater der Jugend.

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