ACHTUNG KORREKTUR zu OTS0241: SPERRFRIST BEACHTEN Schierhuber: Straßen-Güterbeförderung wird effizienter und umweltfreundlicher

Ab 1. Oktober 2006 neue Euro 4 Abgasstandards bei LKW - Viele Hersteller bieten bereits Euro 5-Fahrzeuge an

Wien (pwk629) - Die Transportwirtschaft bekennt sich zur Verbesserung der Luftgüte und zum Klimaschutz. Güterbeförderungen auf der Straße werden effizienter, weist Heinz Schierhuber, stv. Obmann des Fachverbandes Güterverkehr in der Wirtschaftskammer Österreich, auf aktuelle Trends in der Transportbranche hin. In den letzten 10 Jahren stiegen die Transportleistungen (tkm) um 35 Prozent, während die Fahrleistungen (km) um 20 Prozent zunahmen. Im Zeitraum 2001 bis 2003 konnte die Transportleistung gesteigert (3 Prozent) und gleichzeitig die Zahl der Fahrkilometer im gleichen Ausmaß (minus 3 Prozent) reduziert werden.

Neben dem optimierten Einsatz der Fahrzeugflotten tragen vor allem technische Verbesserungen an den Fahrzeugen dazu bei, den Ausstoß an Stickoxiden und Feinstaub weiter zu senken. Ab 1. Oktober 2006 gelten bei Lkw-Erstzulassungen neue strengere Abgasstandards der Kategorie Euro 4. Viele Hersteller "überspringen" jedoch Euro 4 und bieten bereits Euro 5- Fahrzeuge an. Die Euro 5-Grenzwerte bringen eine weitere Verringerung des Schadstoffausstoßes. Diese gelten zwar erst ab 1. Oktober 2009. Erfreulicherweise werden aber bereits 2007 etwa 20 Prozent aller erstmals zugelassenen Nutzfahrzeuge in der höheren Gewichtsklasse dem Euro 5- Abgasstandard entsprechen (das sind ca. 2.000 Lkw). Bei Fahrzeugkäufen entspricht dies einer freiwilligen Vorziehung der EU-Normen um drei Jahre.

"Der Straßengüterverkehr soll nicht allein als Ersatzprügelknabe herhalten müssen. Zur Problematik der Immissionen liefert der Güterverkehr einen aktiven Beitrag", unterstreicht Schierhuber in seinem Referat zur heutigen Tagung "Verkehr und Umwelt" im Haus der Wirtschaft. (Vgl. PWK Bollmann: "Verkehrsunternehmen liegt Umweltschutz am Herzen"). Schierhuber fordert gleichzeitig Maßnahmen auch bei anderen Verursachern von Emissionen und des öffentlichen Sektors ein, beispielsweise im Bereich des Hausbrands und der optimierten Straßenkehrung zur Verringerung der Feinstaubbelastung.

Um eine raschere Flottendurchdringung mit umweltfreundlichen Fahrzeugen zu erzielen, müsse die Anschaffung emissionsarmer Fahrzeuge gefördert werden. Der Umstieg sollte mittels Prämien für Investitionen in neue Fahrzeuge oder durch Steuererleichterungen attraktiv gemacht werden.

Besorgt ist Schierhuber über die Vielzahl an Fahrverboten, die in jüngster Zeit in sämtlichen Bundesländern erlassen wurden. Teils basieren diese auf dem Immissionsschutzgesetz Luft, teils dienen sie auch der Verhinderung von Mautumgehungsverkehren. "Hier nimmt man Umwege und Mehrkilometer in Kauf, was aber nicht nur höhere Kosten für die Transportwirtschaft bedeutet, sondern letztlich in Bezug auf das Immissionsschutzgesetz Luft wiederum kontraproduktiv ist. Für Unternehmen der Beförderungswirtschaft ist es nahezu unmöglich, einen Überblick über die aktuelle Entwicklung der Vorschriften zu behalten, kritisiert Schierhuber. (hp)

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