Bollmann: Verkehrsunternehmen liegt Umweltschutz am Herzen

"Kostennachteile beseitigen, Logistik-Standort stärken" - "Ökologisch orientierte Senkung der Kfz-Steuer ist längst überfällig"

Wien (PWK628) - Die Erneuerung der Lkw-Flotte mit einer moderneren und umweltfreundlichen Fahrzeuggeneration ist voll im Gange. Die neuen Lkw-Abgasstandards Euro 4 und Euro 5 senken den Russpartikelausstoß gegenüber dem derzeit geltenden Euro 3-Standard um weitere 80 Prozent sowie den Stickoxidausstoß um 60 Prozent, stellte der Obmann der Sparte Transport und Verkehr der Wirtschaftskammer Österreich, Harald Bollmann, heute, Dienstag, zur Eröffnung der Tagung "Verkehr und Umwelt" im Haus der Wirtschaft fest. Bei der von der Sparte Verkehr der WKÖ und dem Verkehrsministerium ausgerichteten Veranstaltung diskutieren Branchenexperten verschiedene Aspekte eines nachhaltigen Wirtschaftsverkehrs auf Straße, Schiene, Wasserstraße und in der Luft. Für das Verkehrsministerium legte Staatssekretär Helmut Kukacka eine umfassende Übersicht über die verkehrspolitische Situation des Landes sowie Strategien zur ‚Effizienzsteigerung von Verkehrsleistungen vor.

Bereits jetzt, so Bollmann, habe der Verkehr viele Hausaufgaben im Umweltbereich erledigt. Doch die Entwicklung gehe weiter. In absehbarer Zeit wird die EU-Kommission den Vorschlag vorlegen, noch strengere Abgasgrenzwerte ("Euro 6") einzuführen. "Wir unterstützen diesen Vorschlag. Denn wir bekennen uns zur Einführung neuer Abgasstandards und forcieren saubere und alternative Motortechnologien und Kraftstoffe".

Auf den Verkehr kann nicht verzichtet werden. Die Güterverkehrsnachfrage auf der Straße werde weiter steigen. Auch wenn die Schiene Anteile gewinnt, werde der Straßenverkehr ebenfalls zulegen und damit das stärkste Marktsegment bleiben. Mit Nachdruck fordert Bollmann deshalb eine Beseitigung von Kostennachteilen und die Stärkung des Logistik-Standorts Österreich. "Eine ökologisch ausgerichtete Senkung der Kfz-Steuer ist längst überfällig".

Dem Finanzminister müsse klar sein, dass mit Ausflaggungen dem Staatssäckel erhebliche Einnahmen entgehen. Ausflaggungen bedeuten andrerseits nicht weniger Verkehr, vielmehr sind Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen auf heimischen Straßen unterwegs.

Zunehmend spezialisierte und arbeitsteilige Wirtschaftsvorgänge stellen neue Anforderungen an die Güterverkehrslogistik. Nachhaltige Versorgungsketten sollen, so Bollmann, die Effizienz der einzelnen Verkehrsträger (Straße, Schiene, Schiff, Luftfahrt) und ihre Kombinationen weiter optimieren. Im gezielten Einsatz neuer Satelliten-, Informations- und Kommunikationstechnologien sieht Bollmann Potenziale für sämtliche Verkehrsträger.

Intelligente Verkehrsmanagementsysteme sollen Verkehrsströme nicht nur aus Umwelt- und Sicherheitsgründen (z. B. mittels Verkehrsbeeinflussungsanlagen zur Stauvermeidung) besser steuern, sondern die Verknüpfung der Verkehrsträger via Güterverteilzentren, Terminals, Häfen oder Flughäfen auch in wirtschaftlicher Hinsicht weiter optimieren.

Im Verkehr sind in Österreich 210.000 Menschen beschäftigt. Der Anteil der Sparte Transport und Verkehr an der gewerblichen Wirtschaft in Österreich liegt (2004) bei 9,3 Prozent, erklärte der Moderator der Veranstaltung, Sparten-Geschäftsführer Erik Wolf. (hp)

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