Kranzl: Diskriminierung nicht nur in Landeskliniken

Äußerst beliebte Kindergärtnerin erhält wegen Übergewichts keine Dienstverlängerung im Land NÖ

St. Pölten, (SPI) - Die Diskriminierung von Personal mit Übergewicht sorgt nicht nur im Bereich der Landeskliniken für Aufregung, sondern zieht sich scheinbar wie ein Faden durch ganz Niederösterreich. "Mir liegt ein verzweifeltes Schreiben einer, bei Kindern, Eltern und KollegInnnen gleichermaßen beliebten Kindergärtnerin aus dem Süden Niederösterreichs vor. Wegen ihres Übergewichts wurde ihr Dienstvertrag mit dem Land Niederösterreich mit der Begründung einer nicht gesundheitlichen Eignung ab September nicht mehr verlängert", zeigt sich auch Sozial-Landesrätin Christa Kranzl über diese Entwicklung im Personalbereich des Landes besorgt.

Unverständlich dabei erscheint auch die Haltung der Gleichbehandlungs-beauftragten, die in dieser Vorgangsweise keine Diskriminierung sieht und für die, die Nicht-Weiterbeschäftigung somit sachlich - nämlich mit mangelnder gesundheitlichen Eignung für den Kindergartendienst - begründet ist.
"Selbstverständlich ist es Aufgabe des Dienstgebers die Gesundheit seiner MitarbeiterInnen im Auge zu behalten und gegebenenfalls Maßnahmen in Richtung Gesundheitsvorsorge und Gesundheitserhaltung zu setzen. Dies aber sollte in positiver Richtung erfolgen, etwa durch Angebote für die Unterstützung gewisser Problembereiche (Ernährung, Bewegung, positives Denken, uvm.). Problematisch erscheit hier auch die Auslegung des "unbestimmten" Begriffes der "gesundheitlichen Eignung", die die Möglichkeit zur Willkür bietet," so Kranzl weiters. Das Abstellen auf einen Body-Mass-Index von über 25 allein erscheint dabei unzureichend.

"Im Sinne unserer Kolleginnen und Kollegen des Amtes der NÖ Landesregierung ist diese Vorgangsweise seitens der Abteilung Personalangelegenheiten unter der Personalhoheit von LH Dr. Erwin Pröll umgehend zu überdenken. Diese Art des Umganges mit Menschen ist unsozial", so Sozial-Landesrätin Christa Kranzl abschließend. (Schluss) as

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